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Rhone, ein Hauptfluß von Frankreich.

Sie entspringt im Lande Wallis am Furkaberge, durchläuft den Genfersee und bildet eine Strecke lang die Gränze zwischen Frankreich und Savoyen. Unterhalb La Cluse verschwindet der schon mächtige Strom fast gänzlich dem Auge, indem er sich mit furchtbarem Getöse in einen Felsentrichter ergießt, der so eng ist, daß die einander gegenüberstehenden Klippen nur zwei Fuß Entfernung haben. einige tausend Schritt unterhalb dieses Trichters läuft die Rhone fast 60 Schritt weit völlig unter dem Felsen weg.

Bei Lion wird sie, nachdem sich die Saone in sie ergossen, für größere Fahrzeuge schiffbar. Durch ihren äußerst schnellen Lauf zeichnet sich die Rhone, nächst der Donau, unter den europäischen Flüssen aus. Sie ergießt sich in zwei und mehreren kleinern Armen in das mittelländische Meer.


Zeitungsnachrichten.Bearbeiten

[1812]

Lyon, den 17ten Februar.

Nach einer sehr heftigen Kälte drehte sich dieser Tage der Wind plötzlich nach Südwest. Durch das Schmelzen des Schnees sind die Gewässer zu einer bis jetzt unerhörten Größe gestiegen. Eine Menge von Menschen begab sich nach den Ufern der Rhone. Bekanntlich fällt und steigt dieser Fluß gewöhnlich in zwey Tagen. Diesesmal dauerte das Anschwellen allein 48 Stunden. Auch ist die Rhone noch einmal so hoch angeschwollen als jemals. Alle Kayen sind überschwemmt. Indessen fängt das Wasser an zu fallen, und wir haben Hoffnung, bald von dieser schrecklichen Plage befreyet zu werden.


Quellen und Literatur.Bearbeiten

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
  • Allgemeine deutsche Zeitung für Rußland. No. 57. Mittewoch, den 6. März 1812.