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Bretagne, ehemalige Provinz von 639 ge. Quadratmeilen in Frankreich, welche gegen Norden an das Britannische Meer stößt; gegen der Landseite gränzt sie an Poitou, Anjou, Maine und einen Theil von der Normandie. Sie ist eine der größten Provinzen in Frankreich, welche über 2 Millionen Einwohner, vortrefflichen Ackerbau und Weide, viel Seesalz, aber wenig Wein besizt. Sie hat auch sehr schöne Häfen, aber keine schiffbaren Flüsse, die Loire und Vilaine ausgenommen.

Die Einwohner werden für die besten Seeleute in Frankreich gehalten.

Zu Cernot Poullaouen und Pontpean sind treffliche Bleybergwerke, auch findet man Steinkohlenbrüche, die aber nicht so gut, als die Englischen sind. An der Küste werden viele Sardellen, Makreben, Meeraale und Austern gefangen, auch mit Pferden und mit selbst verfertigter Leinewand wird ein starker Handel getrieben.

Man theilt sie in Ober- und Niederbretagne. In jenem wird Französisch, in diesem die alte keltische Sprache gesprochen. Die Einwohner nennen sich in derselben Breyzad's.

Seit der Revolution ist Bretagne in folgende fünf Departement zertheilt: Departement der Loire Inferieure, Hauptstadt Nantes; Depart. der Ille und Vilaine, Hauptstadt Rennes; Departement der Cotes du Nord, Hauptstadt St. Brieux; Departement Finesterre, Hauptstadt Quimper; Departement des Morbihan, Hauptstadt Vannes.


Quellen und Literatur.Bearbeiten

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Neu bearbeitet von Konrad Mannert, Königl. Bairischen Hofrath und Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.