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Biscaya ist eine 70 Meilen lange und 35 Meilen breite spanische Landschaft, nördlich durch die Biscayer Bucht, östlich von Niedernavarra, südlich von Altcastilien, westlich von Asturien begränzt. Diese Landschaft ist eine Art Freystaat in den Händen des Adels unter dem Schutz der Krone. Sie hat weder Besatzungen, Zollhäuser, noch Accise, und von allen königlichen Auflagen ist nur das Donativo, oder die freywillige Schenkung, bekannt. Biscaya hat bloß durch Willfährigkeit einen Oberamtmann oder Corregidor und einen Ausschuß von Seeoffizieren, läßt aber ohne Genehmigung der Landschaft keinen Befehl der spanischen Regierung vollstrecken. Die Biscayer sind rüstig, wacker und aufbrausend, wie das Sprichwort schon sagt, und der niedrigste Taglöhner dünkt sich ein Edelmann. Sie sprechen die alte Kantabrische Sprache, welche mit keiner andern europäischen verwandt ist. Bilbao ist die Hauptstadt.


Quellen und Literatur.Bearbeiten

  • Arthur, Herzog von Wellington. Sein Leben als Feldherr und Staatsmann. Nach englischen Quellen, vorzüglich nach Elliot und Clarke, bearbeitet und bis zum Sept. 1816 fortgesetzt. Leipzig und Altenburg: F. A. Brockhaus. 1817.