FANDOM


Constituirende Versammlung, die zur Abfassung eines Staatsgesetzes oder der Staatsgrundgesetze versammelte Gesellschaft. Man nannte so insbesondere in Frankreich im J. 1789 die erste Nationalversammlung, die Frankreichs erste Constitution entwarf, und sich 1791 trennte.

Chronologische Tafel der vornehmsten Decrete und merkwürdigsten Begebenheiten während der Zeit der constituirenden National-Versammlung.Bearbeiten


SceneAlgemeeneVergaderingVersailles700

Anmerkung. Der Buchstabe S. in diesem Verzeichnis bedeutet Schluß; der Buchstabe D. Decret.

May 1789.Bearbeiten

4 Montag. Feierlicher Zug der Reichsstände nach Versailles.

5 Dienstag. Eröffnung ihrer Sizungen zu Versailles.

6 Mittwoch. Der dritte Stand begiebt sich in den allgemeinen Saal, und die zwei andern Stände in besondere Zimmer. -- Berathschlagung über die abgesonderte Bewährung der Vollmachten. -- Einladung des dritten Standes an die beiden andern, dieselbe gemeinschaftlich vorzunehmen.

7 Donnerstag. Schluß des Königs gegen eine von Mirabeau verfertigte Zeitschrift.

8 Freitag. Deputation an die Geistlichkeit und den Adelstand zur Vereinigung der drei Stände.

9 Sonnabend. Der dritte Stand erwartet den Erfolg seiner Einladung.

PortretLodewijkXVIKoningFrankrijkNavarre240

Lodewijk XVI. Koning van Frankrijk en Navarre.

10 Sonntag. Die Deputirten werden dem König vorgestellt.

11 Montag. Schluß des dritten Standes über die Tracht der Deputirten.

12 Dienstag.

13 Mittwoch. Der Adel verweigert, sich zu vereinigen. -- Die Geistlichkeit schlägt vor, Vergleichungs-Commissäre zu ernennen.

14 Donnerstag. Der Adel sezt die Bewährung seiner Vollmachten fort.

15 Freitag. S. die Motionen durch die Namen der Urheber nicht zu bezeichnen.

16 Sonnabend.

17 Sonntag.

18 Montag. Ernennung der Vergleichungs-Commissäre vom dritten Stande.

19. Dienstag. Der König erlaubt den Zeitschriften, von den Verrichtungen der Reichsstände Nachricht zu geben.

20 Mittwoch. Verzicht der Geistlichkeit auf ihre einträglichen Privilegien.

21 Donnerstag.

22 Freitag. Der Saal der Geistlichkeit theilt sich in Amteyen zur Untersuchung ihrer Hefte.

23 Sonnabend. Versammlung der Vergleichungs-Commissarien der drei Stände. -- Der Adel thut Verzicht auf seine einträglichen Privilegien.

24 Sonntag. Die neu angelangten Deputirten werden dem Könige vorgestellt.

25 Montag. Neue Versammlung der Vergleichungs-Commissäre der drei Stände.

26 Dienstag. Bericht von den Commissarien über ihre Unterredungen.

27 Mittwoch. Neue Einladung des dritten Standes an die Geistlichkeit sich zu vereinigen.

28 Donnerstag. Der König verlangt eine neue Vereinigung der Commissarien, in Gegenwart des Groß-Siegelbewahrers und der Königl. Commissarien.

29 Freitag. S. der Kammer vom dritten Stande, darauf anzutragen, daß das Protokoll der Unterredungen von allen Commissarien abgefaßt und unterzeichnet werde.

30 Sonnabend. Die neue Vereinigung der Vergleichungs-Commissarien findet statt.

31 Sonntag.

Junius 1789.Bearbeiten

1 Montag. Hr. d'Ailly wird zum Presidenten des dritten Standes ernennt. -- Bericht von den Unterredungen.

2 Dienstag.

3. Mittwoch. Herr d'Ailly nimmt seine Entlassung. -- Hr. Bailly wird an dessen Stelle erwählt. -- Neue Unterredung der Vergleichungs-Commissarien.

4 Donnerstag. Bericht von dieser Unterredung. -- Neue Unterredung. Zwischenkunft des Königs. Tod des Dauphins zu Meudon.

5 Freitag. Bericht von der Unterredung von gestern Abends.

6 Sonnabend. Deputation und rede des dritten Standes an den König. -- Dessen Antwort.

7 Sonntag. Abtheilung der Kammern des dritten Standes in zwanzig Bureaux.

8 Montag.

9 Dienstag. Die Kammer der Geistlichkeit beschließt, daß ihre Commissarien die Protokolle der Unterredungen unterschreiben sollen.

10 Mittwoch. Der Herr Abbe Sieyes schlägt vor, einen lezten Versuch zu wagen für die Vereinigung der drei Stände, und sich hierauf zu einer Activ-Versammlung zu constituiren.

11 Donnerstag.

12 Freitag. Die Kammer des dritten Standes ladet zum leztenmal die zwei andern ein, sich zu vereinigen.

13 Sonnabend. Die Geistlichkeit und der Adel berathschlagen über die Einladung des dritten Standes. -- Dieser nimmt den Aufruf der Amteien vor, wegen der vorläufigen Bewährung der Vollmachten. -- Drei Pfarrer aus Poitou treten herein und legen ihre Vollmachten nieder.

14 Sonntag. Sechs andere Pfarrer vereinigen sich mit dem dritten Stande.

15 Montag. Ein zehnter Pfarrer geht zum dritten Stand über. -- Der Adel giebt dem Könige Rechenschaft von seinem Betragen, und theilt dem dritten Stande die Beweggründe seines Verfahrens mit.

16 Dienstag. Der Abbe Sieyes schlägt vor sich zu einer National-Versammlung zu constituiren.

17 Mittwoch. Die Kammer vom dritten Stande constituirt sich zu einer National-Versammlung.

18 Donnerstag.

19 Freitag. Die Mehrheit der Geistlichkeit stimmt für die Vereinigung.

20 Sonnabend. Der Saal der National-Versammlung wird zugeschlossen. Die Deputirten vom dritten Stande begeben sich ins Ball-Haus, und thun den Eid sich nicht zu trennen, bis sie Frankreich eine Constitution gegeben.

21 Sonntag. Eine Deputation vom Adel begiebt sich zum Könige.

22 Montag. Die Königl. Sizung wird auf heute angekündiget, und auf morgen verschoben. -- Die Deputirten vom dritten Stande versammlen sich in der heil. Ludwigskirche.

23 Dienstag. Königl. Sizung. -- Der König vernichtet die Schlüsse des dritten Standes. -- Nachdem der König sich wegbegeben, faßt jener den Schluß bei seinen vorhergegangenen Schlüssen zu beharren, und erklärt die Personen der Deputirten für unverlezlich. -- Merkwürdige Antwort von Mirabeau an den Ceremonien-Meister.

24 Mittwoch. Die National-Versammlung fängt ihre Arbeiten wiederum an. -- Die Mehrheit der Geistlichkeit vereinigt sich mit ihr.

25 Donnerstag. Neun andere Geistliche und sieben und vierzig Mitglieder des Adels vereinigen sich mit der National-Versammlung.

26 Freitag. Deputation von der Kammer des Adels an die National-Versammlung.

27 Sonnabend. Gänzliche Vereinigung der drei Orden.

28 Sonntag. Das Volk bezeigt seine Freude, und überläßt sich den größten Hoffnungen.

29 Montag.

30 Dienstag. Die Mehrheit des Adels und die mindere Zahl der Geistlichkeit geben ihre Vollmachten ab.

Julius 1789.Bearbeiten

1 Mittwoch. Das Volk hält bei dem Könige um die Gnade einiger aus dem Gefängniß befreiten Soldaten an.

2 Donnerstag. Antwort des Königs wegen dieser Soldaten.

PortretHertogOrleans

De Hertog van Orléans.

3 Freitag. Ausruf des Herzogs von Orleans als President. -- Dessen Weigerung. -- Er wird durch den Erzbischoff von Vienne ersezt.

4 Sonnabend. Decret über die Zulassung von sechs Deputirten von St. Domingue bei der National-Versammlung.

5 Sonntag. Die teutschen Truppen rücken schon von allen Seiten an.

6 Montag. S. für die Bildung eines Constitutions-Comite.

7 Dienstag. Eine Stadt in Saintonge, entsagt dem Privilegium von der Vermögens-Steuer befreit zu seyn.

8 Mittwoch. S. wegen der befehlenden Bestallungsbriefe.

9 Donnerstag. Vorschlag eines Projekts wegen der Ordnung in den Arbeiten der Versammlung.

10 Freitag. Die National-Versammlung begehrt vom Könige die Zurücksendung der Truppen. -- Der König beruhigt sie über deren Gebrauch. -- Grosse Gährung in Paris.

11 Sonnabend. Entlassung und Abreise des Hrn. Necker.

12 Sonntag. Die Nachricht von der Entlassung des Hrn. Neckers verbreitet sich. -- Bestürzung des Volks. -- Der Prinz Lambesc kömmt am Abend an der Spitze seiner Reiter in die Thuilerien.

13 Montag. Die National-Versammlung läßt dem König durch eine Deputation die schreckliche Lage von Paris vorstellen. -- Beunruhigende Antwort des Königs. -- Sie schickt eine Deputation an das Volk von Paris, um es zu beschwören die öffentliche Ordnung zu beobachten. S. wegen Errichtung der Bürger-Garden, Entfernung der Truppen, und Verantwortlichkeit der Minister.

14 Dienstag. Das Volk nimmt Waffen bei den Invaliden. -- Einnahme der Bastille. -- Hr. de Launay wird erwürgt. Die National-Versammlung bleibt beisammen. -- Hr. von Lafayette als Vice-Präsident hat die ganze Nacht den Vorsiz bei ihr. Paris ist in einer großen Beängstigung.

15 Mittwoch. Der König geht in die National-Versammlung und kündigt ihr die Zurücksendung der Truppen an. -- Eine Deputation von der National-Versammlung thut es der Paris kund. -- Zerstörung der Bastille. -- Auswanderung der Prinzen und anderer Hofleute.

16 Donnerstag. S. die Entlassung der Minister, und die Zurückberufung des Hrn. Necker zu begehren. Der König entspricht dem Wunsche der National-Versammlung und des Volks. -- Herr de Flesselles wird umgebracht. Hr. Bailly wird zum Maire und Herr de Lafayette zum Commandanten der Pariser Miliz ernannt.

17 Freitag. Der König begiebt sich nach Paris um die Besorgnisse des Volks zu stillen. -- Hr. Bailly empfängt ihn am Schlagbaum; auf dem Stadthause überreicht er ihm die National-Cocarde. -- Der König kehrt nach Versailles zurück, mit den Segenswünschen des Volks überhäufet.

18 Sonnabend. Die Ruhe findet sich wiederum in Paris ein; die Kutschen fahren wie vorhin.

19 Sonntag. Große Unruhen in den Provinzen.

20 Montag. Herr de Liancourt, President. -- Danksagungs-Adressen gehen von allen Orten an die National-Versammlung ein, wegen ihres festen majestätischen Betragens.

21 Dienstag. Der König erlaubt den Gardes Francoises in die Bürger-Miliz von Paris zu treten.

22 Mittwoch. Die HH. Foulon und Berthier werden niedergemezelt.

23 Donnerstag. Proclamation der National-Versammlung, das Volk zur Ruhe einzuladen.

24 Freitag. S. über die Bewährung der Vollmachten der Deputirten von Bretagne. xc.

25 Sonnabend. S. über eine Begebenheit die sich im Schlosse Quincey zugetragen. xc.

26 Sonntag. Paris leidet Mangel an Lebensmitteln.

27 Montag. Die Antwort des Hrn. Necker's, datirt von Basel, wird in der Nat. Vers. abgelesen. -- Nachricht wegen Verhaftnehmung des Abbe de Calonne zu Nogent, und des Abbe Maury zu Peronne.

28 Dienstag. Deputirte von Rouen kommen Korn anzubieten.

29 Mittwoch. Zurükkunft des Hrn. Necker's. -- Er erscheint in der National-Versammlung.

30 Donnerstag. Herr Necker geht aufs Gemeinhaus zu Paris.

31 Freitag. S. über die Haltung der General-Versammlungen.

August 1789.Bearbeiten

1 Sonnabend. S. die Deputationen betreffend. -- Mordthat zu St. Denis.

2 Sonntag. Soldaten von den regulirten Truppen verlangen in der Nationalgarde aufgenommen zu werden.

PortretMrChapelier240

Mr. Chapelier.

3 Montag. Hr. Le Chapelier President. D. über die Sicherheit der Personen und des Eigenthums xc.

4 Dienstag. Aufhebung der Privilegien.

5 Mittwoch. D. über den freien Verkauf der Lebensmittel.

6 Donnerstag. S. über die Gefangenschaft des Herzogs de la Vauguyon.

7 Freitag. Herr Necker schlägt der Nationalversammlung ein Anlehn von 30 Millionen vor.

8 Sonnabend. Aufhebung der Herrschaftlichen Gerichtsbarkeiten.

9 Sonntag. Decret über das Anlehn von 30 Millionen zu vier und ein halb vom Hundert.

10 Montag. D. für Wiederherstellung der öffentliche Ruhe.

11. Dienstag. D. über die Abschaffung der Privilegien, welche den 4ten August beschlossen worden.

12 Mittwoch. Errichtung der Geistlichen, Richterlichen und Feudal-Comites.

13 Donnerstag. S. über die Ersetzung der Zehenden. -- Der König genehmigt den ihm angetragenen Titel: Wiederhersteller von der französischen Freiheit. -- Das Te Deum wird gesungen.

14 Freitag. Ernennung eines Archivbewahrers.

15 Sonnabend. Die Schweizer legen den Eid in die Hände des Hrn. Lafayette ab.

16 Sonntag. Man spürt zu Paris Mangel an Lebensmitteln.

PortretClermontTonnerre240

Clermont Tonnerre.

17 Montag. Hr. de Clermont-Tonnerre, President. -- Nachricht von Verhaftnehmung des Herrn Cazales in einer der mittäglichen Provinzen.

18 Dienstag. Abhandlung über die Erklärung der Rechte des Menschen.

19 Mittwoch. Schluß über die Ablesung der Adressen. -- Die berüchtigte Laterne wird wiederum an die eiserne Stange angemacht.

20 Donnerstag. Der Eingang und die ersten Artikel der Erklärung der Rechte werden decretirt.

21 Freitag. Neue Artikel der Erklärung der Rechte werden decretirt. -- Man theilt in den Districten von Paris Reiß aus, um das Brod zu ersezen, das fast in allen Quartieren mangelt.

22 Sonnabend. Die Nationalversammlung sezt ihre gestrigen Arbeiten fort. -- Der Mangel nimmt zu.

23 Sonntag. Die Freiheit der Religions-Meinungen wird decretirt.

24 Montag. Die Preßfreiheit wird decretirt.

25 Dienstag. An den Thüren der Becker entstehen heftige Schlägereien.

26 Mittwoch. Vollendung der Erklärung der Rechte der Menschen und des Bürgers.

27 Donnerstag. Decret über die Ersezzung des Anlehns von dreyßig Millionen, durch ein anderes von achtzig Millionen zu fünf vom Hundert, nach dem Vorschlag des Hrn. Neckers.

28 Freitag. Die National-Versammlung fängt das Werk der Constitution an.

29 Sonnabend. D. über den freien Verkauf des Getreides. -- Die Stadt Havre sendet Korn.

30 Sonntag. Die Nachricht von einem Gegenrevolutions-Complott verursacht eine große Gährung in Paris.

31 Montag. Der Bischof von Langres zum Presidenten erwählt.

September 1789.Bearbeiten

1 Dienstag. Anfang der Abhandlung über die Königl. Sanction.

2 Mittwoch. Errichtung eines Comite des Ackerbaues und der Handlung.

3. Donnerstag. Bildung eines Comite zur Unterstützung der Verproviantirung von St. Domingue.

4 Freitag. Die Abhandlung über die Königl. Sanction wird fortgesezt.

5 Sonnabend. D. die Nahrungsmittel von Paris betreffend. -- Achtzig Wägen mit Getreide von La Brie kommen an.

6 Sonntag. Die Gefängnisse von St. Lazarus werden zerstört.

7 Montag. Damen kommen und bieten Kleinodien an, für die Bedürfnisse des Staats.

8 Dienstag.

9 Mittwoch. Die National-Versammlung wird als immerwährend erklärt.

10 Donnerstag. D. daß das gesezgebende Corps nur aus einer Kammer bestehen soll.

11 Freitag. S. nach welchem die Ablesung eines Memoires, das der König über die Königl. Sanction eingesandt, verweigert wird, ehe das Decret über diesen Gegenstand ergangen.

12 Sonnabend. D. welches die Dauer jeder Legislatur auf zwei Jahre festsezt.

13 Sonntag. Der Mangel an Lebensmitteln läßt sich noch verspüren.

14 Montag. Hr. de Clermont-Tonnerre zum zweitenmale President. -- S. über die Form die Sanction zu begehren.

15 Dienstag. D. über die Unverlezbarkeit des Königs, über die Untheilbarkeit und Erblichkeit der französischen Krone.

16 Mittwoch. Verhandlung über die Verzichtleistung einiger Zweige des Bourbonischen Hauses auf die Krone Frankreich.

17 Donnerstag. Der Mangel an Lebensmitteln nimmt zu.

18 Freitag. D. die patriotischen Geschenke betreffend.

19 Sonnabend. Die Stadt Chartres schickt eine große Zufuhr Mehl an die Stadt Paris, und verspricht jede Woche so viel zu senden.

20 Sonntag. Der König verspricht die feierliche Bekanntmachung der Decrete vom 4 August im ganzen Königreiche.

21 Montag. D. welches die Weigerung der Sanction auf die zweite Legislatur einschränkt.

22 Dienstag. D. welches den Druck der Verzeichnisse der Pensionen und Gehalte verordnet. -- Der König schickt sein Silber-Geschirr in die Münze.

23 Mittwoch. D. über die Salzsteuer.

24 Donnerstag. Hr. Necker legt der National-Versammlung eine schrekende Schilderung von den Finanzen vor. -- Die patriotischen Geschenke vervielfältigen sich.

25 Freitag. D. über die Steuer der Privilegirten.

26 Sonnabend. Die National-Versammlung genehmigt den von Herrn Necker vorgeschlagenen Finanz-Plan. 27 Sonntag.

28 Montag. D. welches die Rechte der Frei-Lehn abschafft.

29 Dienstag. S. das Silbergeschirr der Kirchen betreffend.

30 Mittwoch. D. einiger Constitutions-Artikel.

October 1789.Bearbeiten

1 Donnerstag. Bildung eines Militar-Comite. -- Schmauß der Leibgardisten zu Versailles.

2 Freitag. Bildung eines Comite der Domainen. -- D. über Darlehn auf Zinse.

3 Sonnabend. S. über die Abfassung eines Unterrichts den Umlauf des Getreides zu bewirken. -- Der Mangel an Lebensmitteln ist sehr groß.

4 Sonntag. Das Volk reißt die einfarbigen Cocarden ab.

5 Montag. Annahme der Rechte des Menschen, und der decretirten Artikel der Constitution. -- Das Volk von Paris geht in der Nacht nach Versailles um den König zu holen.

6 Dienstag. Der König und die Königl. Familie kommen nach Paris. -- D. über die Unzertrennlichkeit der Versammlung und des Königs.

7 Mittwoch. D. über die Einförmigkeit der Steuern so wie über deren Dauer.

8 Donnerstag. D. die Deputirten der Handlung betreffend.

9 Freitag. Der König beruhigt die Provinzen über die Veränderung seiner Residenz.

10 Sonnabend. Anzeige mehrerer vom Volke begangener Gewaltthätigkeiten.

11 Sonntag. Der König und die Königinn bewilligen die unentgeldliche Auslieferung der Winterkleider und Wäsche, die auf der Leihe-Bank versezt sind, und den Werth von 24 Liv. nicht übersteigen.

12 Montag. D. wegen Versezung der National-Versammlung nach Paris.

13 Dienstag. Schluß über die vorzunehmenden Untersuchungen gegen die Angeklagten.

14 Mittwoch. Der Herzog von Orleans begehrt einen Paß um nach England zu gehen.

15 Donnerstag. S. wegen Abschaffung der Trachten der Deputirten.

16 Freitag.

17 Sonnabend.

18 Sonntag. Der König mustert auf den Elisäischen Feldern eine Abtheilung der Nationalgarde.

19 Montag. Erste Sitzung der National-Versammlung zu Paris. -- Nachricht von der Anhaltung des Herzogs von Orleans zu Boulogne sur Mer. Die National-Versammlung befiehlt dessen Loßlassung.

20 Dienstag. D. über die Versendung der Decrete in die Provinzen.

21 Mittwoch. Ein Becker der wegen Brod-Wucher fälschlich angeklagt worden, wird durch das Volk aufgehenkt. -- Martialgesez gegen die Zusammenrottungen.

22 Donnerstag. Die Mulatten, welche Guts-Besitzer sind, begehren Bürger-Recht zu genießen.

23 Freitag. Errichtung eines Comite welches sich mit den Gefangenen beschäftiget, die durch Verhaftsbriefe eingesezt sind.

24 Sonnabend. Die Minister fragen an, worin ihre Verantwortlichkeit bestehen soll.

25 Sonntag.

26 Montag. D. welches alle Zusammenberufung der Provinzial-Versammlungen und Stände aussezt.

27 Dienstag. D. welches die Bankerottirer von allen öffentlichen Verwaltungen ausschließt.

PortretMrLeCamus240

Mr. Le Camus.

28 Mittwoch. Hr. Camus President. -- Vorläufiges D. über die Klostergelübbe. Der König und die Königinn willigen ein, das Kind des unglücklichen Beckers aus der Taufe zu heben.

29 Donnerstag. Untersuchung des Projekts von einem Decret über die Mark-Silber.

30 Freitag. S. über die Ausfertigung und den Druck der Acten von der Versammlung.

31 Sonnabend. Abhandlung über die Güter der Geistlichkeit.

November 1789.Bearbeiten

1 Sonntag. Der Verfasser des Domine salvum fae Regem wird angehalten um abgehört zu werden.

2 Montag. D. über die Güter der Geistlichkeit.

3 Dienstag. D. über die Vacanzen der Parlamenter.

4. Mittwoch. D. über die Annahme der Decrete. -- Eine Deputation von Bischöffen stellt sich dem Könige vor, um zu begehren, daß verboten werde, das Trauerspiel Carl der Neunte aufzuführen.

5 Donnerstag. D. über die Versendung der Decrete in die Provinzen. -- Vorläufige Polizei-Verordnungen.

6 Freitag. Erste Motion über die Zulassung der Minister mit um Rathfragender Stimme.

7 Sonnabend. D. die Mitglieder der National-Versammlung vom Ministerium auszuschliessen.

8 Sonntag. Nachricht von der Anhaltung des Herrn de Caraman zu Alenson. Der Mangel an Lebensmitteln zu Paris vermindert sich.

9 Montag. Erste Sitzung in der Reitschule. -- D. über die Vorlegung und Sanction der Geseze.

10 Dienstag. D. einen aufrührerischen Schluß der Vacations-Kammer von Rouen betreffend.

11 Mittwoch. Eindruck welchen der Schluß des Königl. Raths auf gedachte Kammer gemacht.

PortretThouret

J. G. Thouret.

12 Donnerstag. Hr. Thouret President. D. welches auf Begehren des Königs die angefangene gerichtliche Klage gegen dieselbe einstellt.

13 Freitag. D. über die Erklärungen der Pfründe-Besitzer.

14 Sonnabend. D. über die Bibliotheken und Archive der Klöster. -- Hr. Necker legt der National-Versammlung einen Plan von einer National-Bank vor.

15 Sonntag.

16 Montag. D. welches die Anwartsbriefe auf richterliche Aemter und den hundertsten Pfenning abschafft.

17 Dienstag. D. über den aufrührerischen S. des Parlaments von Metz.

18 Mittwoch. D. über die Ur- und Wahlversammlungen.

19 Donnerstag. D. über die Verwaltung der Distrikte und der Departemente.

20 Freitag. Die Deputirten opfern ihre silbernen Schnallen.

21 Sonnabend. Ernennung von Commissarien, die sich der Absendung der Decrete versichern sollen.

22 Sonntag. Die Gemeinde von Paris macht ein patriotisches Geschenk mit ihren silbernen Schnallen.

23 Montag. Der Hr. Erzbischoff von Aix, President. -- D. über eine Streitigkeit zwischen den Distrikten und der Gemeinde von Paris.

24 Dienstag. Erklärung über eine Berathschlagung der Stände von Cambresis.

25 Mittwoch. D. über eine Adresse des Revolutions-Clubs von London.

26 Donnerstag. D. die Nationalgarde von Caen betreffend.

27 Freitag. Abschaffung der Neujahrsgeschenke an öffentliche Beamte.

28 Sonnabend. D. über die Vorlegung und den Druck des Zustandes der Finanzen.

29 Sonntag.

30 Montag. D. welches verordnet daß die Insel Corsica einen Theil des französischen Reichs ausmachen soll.

December 1789.Bearbeiten

1 Dienstag. Fortsetzung der Artikel über die Municipalitäten.

2 Mittwoch. D. über die vorläufigen Verrichtungen der itzigen Municipalitäten.

3 Donnerstag. Abhandlung über die Bedingnisse der Wahlfähigkeit zu den Stellen der Repräsentanten der Nation.

4 Freitag. Bericht über den Zustand und die Lage der Esconto-Kasse.

5 Sonnabend. Abhandlung über verschiedene Plane zu einer National-Bank.

6 Sonntag. Der Prozeß gegen Hr. von Besenwal wird bei dem Chatelet angehoben.

7 Montag. D. wegen der Unruhen zu Toulon.

8 Dienstag. D. über die Vacations-Kammer von Rennes.

9 Mittwoch. Vorläufiges Decret über die Organisation der Departemente.

10 Donnerstag. D. über die Abschaffung des Berichts vor angefangenem Protocoll. -- Van der Noot und die Stände von Brabant schreiben an den König und an die Versammlung. -- Ihr Brief wird von dem Könige zurückgesandt.

11 Freitag. D. wegen Erhaltung der Gehölze und Waldungen.

12 Sonnabend. D. welches mit Erhebung gewisser Auflagen in Bretagne fortzufahren gestattet.

13 Sonntag. Traurige Begebenheit zu Senlis.

14 Montag. D. über die Verfassung der Municipalitäten.

15 Dienstag. D. die Vacations-Kammer von Bretagne betreffend.

16 Mittwoch. D. über die Militär-Conscription.

17 Donnerstag. Decr. über verschiedene Auflagen.

18 Freitag. S. über die Arbeit die Finanzen betreffend.

19 Sonnabend.

20 Sonntag.

21 Montag. D. betreffend die Casse des Ausserordentlichen.

22 Dienstag. Verfassung der Ur- und Verwaltungs-Versammlungen.

23 Mittwoch.

24 Donnerstag. D. die Wahlfähigkeit der Nicht-Katholiken betreffend.

25 Freitag. Hr. de Favras wird angehalten.

26 Sonnabend. D. die patriotische Beisteuer betreffend. -- Monsieur, Bruder des Königs, kömmt auf das Gemeinhaus, um sich wegen seiner Verbindungen mit H. de Favras zu erklären.

27 Sonntag.

28 Montag. D. die Gerichtsbarkeit der Municipalitäten betreffend.

29 Dienstag. Verweigerung der Annahme eines von den Genfern angebotenen Geschenkes.

30 Mittwoch. D. über den Zoll von der Insel Barbe.

31 Donnerstag. D. über einen Preis, der zu Gunsten arbeitsamer Landleute gestiftet worden.

Jenner 1790.Bearbeiten

1 Freitag. Gährung zu Chaillot, veranlasset durch einen unbürgerlichen Eid.

2 Sonnabend. D. über die Gefangenen, die durch Verhaftbriefe eingesetzet sind.

3 Sonntag.

PortretFrançoisMarcAntoineFezinzacMontisquiou240

François Marc Antoine Fezinzac de Montisquiou.

4 Montag. Der Abbe de Montesquiou, President. -- D. den König zu bitten, daß er selbst die Summe der Civil-Liste bestimme.

5 Dienstag. D. welches die Einziehung der Einkünfte von den Abwesenden Pfründe-Besitzern verordnet. 6 Mittwoch.

7 Donnerstag. D. über die Formel des Bürgereides den die Nationalgarden zu leisten haben.

8 Freitag. D. über den Unterschied der Constitutions- und der Reglementarischen Artikel.

9 Sonnabend. D. über die Arbeit der Grenz-Bestimmung der Departemente betreffend.

10 Sonntag.

11 Montag. D. über das Betragen der Vacations-Kammer des Parlaments von Rennes.

12 Dienstag. D. über die Eintheilung des Königreichs.

13 Mittwoch. D. daß die Stadt Paris ein Departement formiren soll.

14 Donnerstag. D. über die Uebersezung der Decrete in die verschiedenen Provinzial-Mundarten.

15 Freitag. D. welches die Benennung der drei und achtzig Departemente festsezt. -- Ein junger Engländer, Namens Nesham, der in den Unruhen zu Vernon einem Bürger das Leben gerettet, empfängt von der Gemeine von Paris die Bürgerkrone und einen Degen als einen Beweis der öffentlichen Erkenntlichkeit.

16 Sonnabend. Fortsetzung des D. über die Eintheilung des Königreichs.

17 Sonntag.

PortretTarget

G. J. B. Target.

18 Montag. Herr Target, President. Hr. de Choiseul-Gouffier, französischer Botschafter zu Constantinopel sendet sein patriotisches Geschenk.

19 Dienstag. Hr. Necker ist unpäßlich; Paris nimmt lebhaften Antheil daran.

20 Mittwoch. Project eines Gesezes über die Preßfreiheit.

21 Donnerstag. D. Ernennung von vier Commissarien zu Gunsten der Armen.

22 Freitag. D. Errichtung eines Liquidations-Comite.

23 Sonnabend. D. über die Bezahlung der Zehenden.

24 Sonntag.

25 Montag. D. welches das Vorurtheil vernichtet, das den Verwandten der Missethäter anklebte.

26 Dienstag. D. welches jedem Mitgliede der National-Versamml. untersagt, irgend eine Stelle oder Geschenk von der Regierung anzunehmen.

27 Mittwoch. D. daß Rambouillet der neunte District des Departements von Versailles seyn soll.

28 Donnerstag. D. zu Gunsten der Portugiesischen und Spanischen Juden und derer von Avignon. Ein Theil des Adels von Bretagne entsagt seinen Privilegien und leistet den Bürger-Eid.

29 Freitag. D. wegen Abschaffung der Stutereien. -- Hr. von Besenwal wird in Freiheit gesezt.

30 Sonnabend. D. über die Bezahlung der Auflagen.

31 Sonntag.

Februar 1790.Bearbeiten

1 Montag. Fortsezung des Decrets über die Eintheilung des Königreichs.

2 Dienstag.

3 Mittwoch. Hr. Bureau von Pusy, President. -- D. Errichtung eines provisorischen Gerichtshofs zu Rennes.

4 Donnerstag. Der König begiebt sich in die National-Versammlung und geht mit der Nation die Verpflichtung ein, die Constitution zu lieben, aufrecht zu erhalten, und zu vertheidigen. -- Die Deputirten legen den Bürger-Eid ab.

5 Freitag. D. Aufhebung gewisser geistlicher Häuser.

6 Sonnabend. D. die Mitglieder der Vacations-Kammer des Parlaments von Rennes verwirken ihre Rechte als Activ-Bürger.

7 Sonntag. Fortsetzung der D. über die Eintheilung des Königreichs.

8 Montag. Fortsetzung der Decrete über die Eintheilung des Königreichs.

9 Dienstag. Der Proceß des Hrn. de Favras wird bei dem Chatelet anhängig gemacht.

10 Mittwoch. D. die Unruhen einiger Provinzen betreffend.

11 Donnerstag. D. über die Verwendung der patriotischen Geschenke.

12 Freitag. Verhandlung über die geistlichen Orden.

13 Sonnabend. D. über die Aufhebung der Klostergelübde.

14 Sonntag. Te Deum und Beleuchtung wegen des Schritts des Königs vom 4 dieses Monats.

15 Montag. D. über die Haupt-Oerter der Departemente und Distrikte.

16 Dienstag. D. über die Reform des Staats-Siegels.

PortretCHMTalleijrandPerigord240

C.H.M. Talleijrand-Pèrigord.

17 Mittwoch. Der Bischoff von Autun President.

18 Donnerstag. D. über den Gehalt der Geistlichen.

19 Freitag. Hinrichtung des Herrn de Favras.

20 Sonnabend. D. über den Gehalt der Laienbrüder, und derjenigen die sich in Klöster eingekauft haben.

21 Sonntag.

22 Montag. Untersuchung des Mehls in der Militär-Schule.

23 Dienstag. D. über die öffentliche Ruhe.

24 Mittwoch. D. über die Feudalrechte. Abschaffung der Ehrenvorzüge.

25 Donnerstag. Fortsetzung der Decrete über die Feudalrechte.

26 Freitag. Fortsetzung der D. über die Eintheilung des Königreichs.

27 Sonnabend. Fortsetzung der D. über die Eintheilung des Königreichs.

28 Sonntag. D. über die Verfassung der Armee.

März 1790.Bearbeiten

1 Montag. D. über die Feudalrechte.

2 Dienstag. Der Abbe von Montesquiou, President zum zweitenmal. -- Bildung eines Colonial-Comite.

3 Mittwoch. Fortsetzung der D. über die Feudalrechte.

4 Donnerstag. D. über die Vacations-Kammer des Parlaments von Bordeaux.

5 Freitag. D. um die Mittheilung des Rothen Buchs zu erhalten.

6 Sonnabend. D. über die Verschiebung aller bannrichterlichen Urtheile.

7 Sonntag. Neues D. über die Verwendung der patriotischen Geschenke.

8 Montag. D. die Colonien machen einen Theil des französischen Reichs aus.

9 Dienstag. Fortsetzung der D. über die Feudalrechte.

10 Mittwoch.

11 Donnerstag. Decr. die Fällung des Holzes betreffend, das von geistlichen Stiftungen herrührt.

12 Freitag. Bericht wegen eines neuen Memoire des Hrn. Necker über die Finanzen.

13 Sonnabend. D. die Gefangenen betreffend, die durch Verhaftbriefe oder andere willkührliche Befehle ihrer Freiheit beraubt worden.

14 Sonntag.

15 Montag. allgemeines Decret über die Feudalrechte.

PortretJeanPaulRabautSt.Etienne240

Jean Paul Rabaut de St. Etienne.

16 Dienstag. Hr. Rabaut de St. Etienne, President.

17 Mittwoch. D. über den Verkauf der Nationalgüter bis auf den Werth von vierhundert Millionen.

18 Donnerstag. D. über die Erhaltung der Wälder und Holzungen von den Krongütern und geistlichen Stiftungen.

19 Freitag. D. die Geistlichen betreffend, die aus dem Kloster gegangen, und diejenigen, die ferner gemeinschaftlich leben wollen.

20 Sonnabend. D. über die Wahlfähigkeit der Municipalbeamten zu den Verwaltungs-Versammlungen der Departemente und Distrikte.

21 Sonntag. D. die Aufhebung der Salzsteuer betreffend, und die Art sie zu ersetzen.

22 Montag. D. welches die wegen der abgeschafften Rechte angehobenen Prozesse vernichtet.

23 Dienstag. Ernennung von vier Commissarien, um über die Esconto-Cassa zu wachen.

24 Mittwoch. D. welches alle Operationen in Rücksicht auf Vertauschung der Domänen aufschiebt.

25 Donnerstag. Die Decrete sollen in Zeit von drei Tagen zur Sanction vorgelegt werden, und der Großsiegelbewahrer soll acht Tage darauf der National-Versamml. Bericht darüber abstatten.

26 Freitag. Ernennung von Commissarien eines Schazamts-Büreau.

27 Sonnabend. D. über die Bezahlung der patriotischen Steuer.

28 Sonntag. D. einen Unterricht für die Colonial-Versammlungen betreffend.

29 Montag. D. über die Verrichtungen der königl. Commissarien.

30 Dienstag. D. welches die Loslassung der durch Bannrichter verurtheilten Personen verordnet.

PortretMenou320

Menou.

31 Mittwoch. Hr. Baron de Menou President.

April 1790.Bearbeiten

1 Donnerstag. Verhandlung über die ostindische Compagnie.

2 Freitag. D. über eine Adresse der Republik von Graubündten.

3 Sonnabend. D. über den Handel nach Indien. -- Bürger-Eid des Prinzen von Conti.

4 Sonntag.

5 Montag. Abhandlung über die Organisation des Gerichtswesens.

6 Dienstag. D. Stiftung der Geschwornen.

7 Mittwoch. D. über die Zahlung der Officiere und Unterofficiere der französischen Garden.

8 Donnerstag. D. welches die Vermehrung des Soldes, die den Landtruppen zugestanden worden, auf die Truppen des Seewesens ausdehnt.

9 Freitag. D. die Schulden der Geistlichkeit werden als Nationalschulden erklärt.

10 Sonnabend. D. In Absicht auf Wahlfähigkeit darf keine Dispensation des Alters Statt haben.

11 Sonntag. D. welches erlaubt, die von den Ständen bewilligten Steuereinnahmen fortzusezen.

12 Montag. Verhandlung über die Frage, ob die katholische Religion als National-Religion erklärt werden soll?

13 Dienstag. Hr. de Bonnai President. Fortsezung der vorhergehenden Verhandlungen.

14 Mittwoch. D. über den Unterhalt der Diener der Kirche.

15 Donnerstag. Verhandlung über die Assignate.

16 Freitag. D. die Juden im Elsaß betreffend.

17 Sonnabend. D. über die Anzahl, Form und Verfertigung der Assignate.

18 Sonntag. D. über die Kenntnis des Zustandes der Finanzen.

19 Montag. D. über die Wahlfähigkeit der Verwalter, Schazmeister u. s. w.

20 Dienstag. D. über die zur königl. Jagd bestimmten Gegenden.

21 Mittwoch. S. über die Arbeit des geistlichen Comite.

22 Donnerstag. Generaldecret über die Jagd. -- Ueber die Ausgaben der Geräthschaftskammer der Krone. -- Eine Deputation aus Corsika, mit Paoli an ihrer Spize, erscheinet vor der National-Versammlung.

23 Freitag. D. die Salzsteuer von dem Contract der allgemeinen Pacht abzusondern.

24 Sonnabend. D. über das Parlament von Bordeaux.

25 Sonntag. D. über die Verwendung der patriotische Geschenke.

26 Montag. Die Regierung von Algier sezt auf Verlangen des Königs die bei ihr in der Sklaverei befindlichen Franzosen in Freiheit.

27 Dienstag. Hr. de Virieu President. D. über den Eid, den die Mitglieder der N. V. zu leisten haben, wenn sie anfangen einige Amts-Verrichtungen auszuüben.

28 Mittwoch. Verhandlung über die Organisation des Gerichtswesens.

29 Donnerstag. D. Sicherstellung der freien Hin- und Herfuhr des Getreides.

30 Freitag. Die Geschwornen in peinlichen Sachen werden eingeführt. -- Einnahme des Fort Notre Dame de la Garde zu Marseille.

May 1790.Bearbeiten

1 Sonnabend. D. über die Austrocknung der Moräste.

2 Sonntag.

3 Montag. D. die Appellations-Richter sollen sich immer an demselben Orte aufhalten.

4 Dienstag. D. die Richter werden für sechs Jahre erwählt.

5 Mittwoch. D. die Richter sollen durch das Volk erwählt werden.

6 Donnerstag. D. mehrere Artikel des Plans zu einer Municipalität für Paris.

Freitag. D. Die Wahlmänner der Richter dürfen dem Könige nicht mehrere Gegenstände zur Auswahl vorstellen.

8 Sonnabend. D. über die Ernennung der General-Advocaten, Procuratoren xc.

9 Sonntag. D. die Krongüter können veräussert werden.

10 Montag. Hr. Thouret, Präsident,

11 Dienstag. D. 28 Millionen sollen aus der Esconto-Cassa in den öffentlichen Schaz gelegt werden.

12 Mittwoch. Verhandlung über die Veräusserung der Nationalgüter.

13 Donnerstag. D. über die Veräusserung der Nationalgüter.

14 Freitag. D. welches die Einfuhr fremden Salzes ins Königreich verbietet.

15 Sonnabend. D. über die Verfertigung der Auflagenrollen.

16 Sonntag. Verhandlung über die Frage: soll die Nation der gesezgebenden Versammlung oder vollziehenden Macht das Recht übertragen, Krieg oder Frieden zu erklären?

17 Montag. Bericht und D. über die Unruhen zu Montauban.

18 Dienstag. D. um Ruhe in den Departementern des Ober- und Niederrheins wieder herzustellen.

19 Mittwoch. D. welches die Zahlung der Pensionen, die auf die Einkünfte erledigter geistlicher Aemter angewiesen sind, bis auf die Summe von 600 Liv. verordnet.

20 Donnerstag. D. welches die Fremden, die auf den französischen Galeeren gefangen sind, in Freiheit sezt.

21 Freitag. D. über die Art, die Gemein-Holzungen, die benuzt werden, mit Abgaben zu belegen.

22 Sonnabend. D. das Recht Krieg zu führen und Frieden zu schließen steht der Nation zu.

23 Sonntag. D. der Termin der Auswechslung von Cassen-Billets gegen Assignate wird verlängert.

24 Montag. D. Errichtung einer Cassations-Kammer.

25 Dienstag. D. die Verfertigung der Steuer-Rollen zu beschleunigen. -- Hr. de Lafayette und Herr Romeuf sein Adjudant, befreien mit Gefahr ihres Lebens einen Dieb aus den Händen des Volks, das ihn aufhängen wollte.

26 Mittwoch. D. die Richter des Cassations-Gerichts, sollen einen beständigen, Wohnort haben.

27 Donnerstag. Hr. de Beaumetz President. -- D. Errichtung der Handlungs-Gerichte.

28 Freitag. D. über die Form des Scrutins, und Ordnung der Wahlversammlungen.

29 Sonnabend. Hr. Necker legt über die Einnahme und Ausgabe der Monate April und Mai Rechnung ab.

30 Sonntag. D. über die Ausrottung der Bettelei und Errichtung von Arbeitshäusern für Arme.

31 Montag. D. Unterricht, den Verkauf der Nationalgüter beteffend.

Junius 1790.Bearbeiten

1 Dienstag. D. die Verfertigung und Circulation der Assignate betreffend.

2 Mittwoch. D. den Pfarrern wird eingeschärft die neuen Geseze von der Kanzel zu verkünden.

3 Donnerstag. D. jedes Departement soll nur ein einziges Bißthum ausmachen.

4 Freitag. D. die Schwierigkeiten wegen der patriotischen Steuer betreffend.

5 Sonnabend. D. der Sold der See-Truppen wird vermehrt. -- Der Maire von Paris theilt der N. V. das Project zu einer allgemeinen Verbündung mit.

6 Sonntag. D. über die Abtheilung der zwei und dreissig Deniers Sold-Vermehrung, die den Soldaten zugestanden worden.

7 Montag. D. welches die Zahl der Hauptkirchen und der Bischöffe vestsezt.

PortretEmanuelJosephSieijes240

Emanuel Joseph Sieijes.

8 Dienstag. Hr. Abbe Sieyes President. D. welches die Zahl der Deputirten von der Nationalgarde und den Linientruppen zu der allgemeinen Bundesfeier vom 14 Jul. zu bestimmen. 9 Mittwoch. Brief des Königs an die N. V. worin er die Einrichtung und Ausgaben seines Hauses vestsezt und fünf und zwanzig Millionen für seine Civil-Liste begehrt. -- Sogleich decretirt.

10 Donnerstag. D. welches der Königin vier Millionen Einkünfte als Willkomgehalt aussezt.

11 Freitag. Hr. Mirabeau kündigt der N. V. Franklins Tod an.

12 Sonnabend. Die Hausbedienten bringen ihre silbernen Schnallen auf den Altar des Vaterlandes.

13 Sonntag. D. das Armenwesen betreffend.

14 Montag. Das Bataillon Heinrichs des Vierten von der Nationalgarde von Paris, lädt zu einem Gastmahl zu Vaugirard zweihundert Arme ein.

15 Dienstag. D. über die Ernennung der Bischöffe, Pfarrer, Vicarien xc.

16 Mittwoch. D. die Diener der katholischen Religion sollen von der Nation besoldet werden.

17 Donnerstag. D. welches die Einkünfte der Priester bestimmt, die den Gottesdienst versehen.

18 Freitag. Bericht über eine intolerante und constitutionswidrige Berathschlagung der sogenannten Katholiken von Nimes.

19 Sonnabend. Die N. V. beruft dieselben vor die Schranken. -- Hr. Camus zeigt an, daß die Avignoneser einhellig ihre Wiedervereinigung mit Frankreich beschlossen haben.

20 Sonntag. D. Aufhebung der Orden, Titel und Livreien.

21 Montag. Hr. de St. Fargeau President. -- Bericht wegen neuer Unglücksfällen zu Nimes.

22 Dienstag. D. auf die Motion des Vater Gerard, daß die abwesenden Mitglieder, so lange sie abwesend sind, ihre Gehalt nicht genießen.

23 Mittwoch. D. über die Besoldung der dermaligen Geistlichkeit.

24 Donnerstag. D. den Verwaltungs-Corps ist untersagt, das Wort Decret in ihren Berathschlagungen zu brauchen.

25 Freitag. Drei Deputirte von Avignon begehren von der National-Versammlung angehört zu werden.

26 Sonnabend. D. über die Seemacht: -- Die Eroberer der Bastille legen vor der National-Versammlung ihr Unterscheidungszeichen ab.

27 Sonntag. Rechtfertigung Mirabeau des jüngern.

28 Montag. D. Einsezung des Departements- und Districtsdirectorien und Bestimmung ihrer Verrichtungen.

29 Dienstag. D. über den Verkauf der National-Güter.

30 Mittwoch. Fortsezung der Decrete über die Besoldung der izigen Geistlichkeit.

Julius 1790.Bearbeiten

1 Donnerstag. D. Der König wird gebeten, nach Tobago die Hülfe zu schicken, welche diese Colonie verlangt.

2 Freitag. D. über das Patronat-Recht der Laien.

3 Sonnabend. D. über die Loskaufung von den Feudal-Rechten. -- über die Unruhen in Hagenau. -- über die Verwaltung der Lotterien.

4 Sonntag.

5 Montag. Hr. de Bonnai, President. -- D. über die Organisation der richterlichen Macht.

6 Dienstag. D. Bestimmung der Bischöflichen Size.

7 Mittwoch. D. Einführung der Friedens-Richter.

8 Donnerstag. D. über die Verrichtungen der Friedens-Richter.

9 Freitag. D. über das Ceremoniel der Verbündung und über die Formen der Eide, die dabei angelegt werden sollen.

10 Sonnabend. D. Den Nicht-Katholischen werden die Güter ihrer Voreltern die zur Zeit der Wiederberufung des Edicts von Nantes ausgewandert sind, zurückgegeben. -- Decret, welches die erforderlichen Titel vestsezt, um in Zukunft Pensionen verlangen zu können. Eine grosse Anzahl Amerikaner, worunter sich Paul Jones befindet, erscheint vor der National-Versammlung, um ihr wegen des großen Beispiels zu danken, das sie der Welt giebt. -- Der General Lukner bezeugt vor der Versammlung seinen Patriotismus in den kraftvollesten Ausdrüken.

11 Sonntag. Die Deputirten zum Bundesfeste langen zu Paris aus allen Gegenden des Reichs an.

12 Montag. D. über die Constitution der Geistlichkeit.

13 Dienstag. Eine Deputation von allen National-Garden des Königreichs huldiget der Nationalversammlung und dem Könige. Hr. la Fayette an ihrer Spize führt das Wort.

14. Mittwoch. Erste General-Verbündung der Franken.

15 Donnerstag. D. die Bundes-Fahne soll in dem Saale der Nationalversammlung aufgestellt werden.

16 Freitag. D. über die Pensionen. -- über die Veräusserung der National-Domänen.

17 Sonnabend. D. gegen den Aufstand in der Stadt Lyon.

18 Sonntag. D. der gesezte Termin zur Auswechselung der Cassen-Billets wird verlängert. -- Offentliche Lustbarkeiten und Feste in Paris zu Ehren der Verbündeten.

19 Montag. Erstes D. welches die Uniform der National-Garde bestimmt. -- D. welches den Rückkauf nach dem Verwandschafts-Recht, aufhebt. D. welches die Häfen l'Orient, und Toulon für die Einkehr und Abtakelung der Schiffe aus Indien bestimmt.

20 Dienstag. Hr. Treilhard, President. -- D. die Wohnungs-Schuz- und Duldungs-Gelder, die bisher von den Juden bezogen worden, sind aufgehoben.

21 Mittwoch. D. welches die Aemter der geschwornen Schätzer aufhebt.

22 Donnerstag. D. Erläuterung des Decrets über die Jagd.

23 Freitag. Verhandlung über die Districts-Richter.

24 Sonnabend. D. der Sold der Offiziere der ehemaligen französischen Garden soll nicht mehr aus dem öffentlichen Schaze bezahlt werden.

25 Sonntag. D. der Druck der Verzeichnisse der Departementer, die wegen der Auflagen noch im Rückstande, wird verordnet

26 Montag. D. das recht Bäume an den Neben-Straßen xc. zu pflanzen wird abgeschafft.

27 Dienstag. Das Departement Ardennes zeigt an, daß das Ministerium den österreichischen Truppen den Durchmarsch über französischen Boden erlaubt hat.

28 Mittwoch. Hr. de Montmorin erklärt die Beweggründe dazu. D. welches diesen Durchmarsch untersagt.

29 Donnerstag. Errichtung eines diplomatischen Comite. Die Hrn. Bonne-Savardin, Barmond und Eggs werden zu Chalons-sur-Marne angehalten.

30 Freitag. D. die Aufzeichnung der Mobilien, Urkunden xc. des Bisthums und des hohen Stifts von Strasburg wird verordnet.

31 Sonnabend. Fortsezung der Decrete über die Pensionen. -- D. gegen aufrührerische Schmäh-Schriften.

August 1790.Bearbeiten

1 Sonntag. D. gegen die Verfasser von Schmäh-Schriften.

2 Montag. Hr. d'Andre President. -- Nachricht von dem Aufstande im Fort St. Pierre auf Martinique.

3 Dienstag. D. die Appellations-Kammern betreffend.

4 Mittwoch. Fortsezung der Decrete über die Proceß-Ordnung.

5 Donnerstag. D. Errichtung der Friedens-Richter und Familien-Geschichte.

6 Freitag. D. Aufhebung des Heimfalls und Extractions-Rechts.

7 Sonnabend. D. welches die vorzunehmenden Reductionen in den Departementen der Minister vestsezt.

8 Sonntag. D. dem öffentlichen Schaze sollen vierzig Millionen in Cassen-Billets übergeben werden.

9 Montag. Bericht und Anzeige von mehreren Schriften, welche die Soldaten zum Aufruhr verhezen.

10 Dienstag. Die Colonie von St. Domingue übersendet der Nationalversammlung die Grundlinien ihrer vorläufigen Constitution.

11 Mittwoch. Verhandlung über die Begebenheiten vom 5 und 6 Oct. 1789.

12 Donnerstag. D. das Cassations-Gericht betreffend.

13 Freitag. D. über die Richter in Polizei- und Handlungs-Sachen.

14 Sonnabend. D. über die Apanagen der Prinzen.

15 Sonntag. D. Der König wird gebeten die Lusthäuser anzuzeigen, die er beizubehalten wünscht.

16 Montag. Hr. Dupont, President. -- Nachricht von dem Aufstande dreier Regimenter zu Nancy. -- D. welches verordnet, die Häupter dieser Rebellion gerichtlich zu verfolgen.

17 Dienstag D. die Protestanten des augsburgischen Glaubensbekenntnisses sollen in dem Genuß ihrer ehemaligen Rechte, Freiheiten und Vortheile bleiben.

18 Mittwoch. D. die Häuser und Domänen betreffend, die der König beizubehalten wünscht.

19 Donnerstag. D. mehrerer Artikel des peinlichen Gesezbuches fürs Seewesen.

20 Freitag. D. Fortsezung des peinlichen Gesezbuches für das Seewesen.

21 Sonnabend. Die Regierung von Algier verlangt eine Erklärung, die Beleidigungen betreffend, die ihren Schiffen an unsern Küsten am mittelländischen Meere zugefüget worden.

22 Sonntag. D. über die Brief- und fahrenden Posten.

23 Montag. D. daß gegen Hr. Perrotin Anklage Statt habe.

24 Dienstag. D. über die Pferde-Post.

25 Mittwoch. D. die Geistlichen sind von allen richterlichen Amtsgeschäften ausgeschlossen.

26 Donnerstag. Mirabeau der jüngere giebt seine Demission als Deputirter.

27 Freitag. Loslassung der Bürger von Avignon, die zu Orange in Verhaft sind. -- Der König thut Verzicht auf mehrere Lusthäuser, die er sich in seinem ersten Briefe vorbehalten hatte.

28 Sonnabend. D. den Handel jenseits des Vorgebürgs der guten Hofnung betreffend.

29 Sonntag. Die Gehalte der unvermögend gewordenen Offiziere und die auf die Lotterien angewiesenen Gnadengelder betreffend.

30 Montag. Hr. de Jesse, President. -- D. über die Gehalte der Friedensrichter.

31 Dienstag. Begebenheit von Nancy. -- Die Bürger-Soldaten von Metz begehren dem ersten Feuer ausgesezt zu seyn. -- Heldenmüthige That des tapfern Desilles.

September 1790.Bearbeiten

1 Mittwoch. Proclamation der Nationalversammlung, um die Garnison von Nancy zu ihrer Pflicht zurück zu führen.

2 Donnerstag. D. über die Trachten der Richter, der königl. Commissarien, der Gerichtschreiber xc. -- Große Gährung zu Paris wegen der Begebenheit zu Nancy.

3 Freitag. D. die Unruhen von Nancy betreffend; die Strafbaren sollen aufgesucht und bestraft werden.

4 Sonnabend. Hr. Necker kündigt der Versammlung seine Demission an.

5 Sonntag. Fortsezung der Verhandlung über die Assignate.

6 Montag. D. die von den Ur-Versammlungen ernannten Wahlmänner bleiben es zwei Jahre lang, und ernennen zu allen Stellen.

7 Dienstag. D. das Lager fanatischer Leute bey Jales betreffend.

8 Mittwoch. D. über die Gehalte der Ordens-Geistlichen.

9 Donnerstag. D. über die Organisation des Artillerie- und Bevestigungs-Wesens.

10 Freitag. D. der öffentliche Schaz wird von den Ausgaben für Proviantirung von Paris befreiet.

11 Sonnabend. D. die Esconto-Casse wird bevollmächtigt, zwanzig Millionen in den öffentlichen Schaz abzugeben.

12 Sonntag. D. den Umlauf und die Annehmung der Assignate betreffend.

13 Montag. Hr. Bureau de Pusy, President. -- D. über die königlichen Jagden.

14 Dienstag. D. Vestsezung der Grenzen der sechs Tribunale des Departements Paris.

15 Mittwoch. D. über die freie Hin- und Herfuhr des Getreides im Lande, und das Verbot der Ausfuhr.

16 Donnerstag. D. an die Casse der Invaliden sollen 210,000 Liv. bezahlt werden.

17 Freitag. D. den Abgebrannten zu Limoges wird eine Beisteuer von 60,000 Liv. zuerkannt.

18 Sonnabend. D. kein Verwaltungs-Corps ist berechtigt, den Abgang eines Kriegs-Schiffes aufzuhalten.

19 Sonntag. D. Die Presidenten der Departements- und Districts-Verwaltungen werden als wahlfähig zu Richter-Stellen erklärt.

20 Montag. Bericht über die Schulden des Herrn d'Artois.

21 Dienstag. D. über die Form der Abzahlung der Schulden die von den Provinzen unter der vorigen Landesverfassung gemacht worden.

22 Mittwoch. D. über die Competenz der militärischen Gerichtshöfe, deren Organisation, und Art der Prozeßführung.

23 Donnerstag. D. die Mitglieder der Nationalversamml. dürfen nicht eher bey den Gerichtshöfen königliche Commissarien seyn, als vier Jahre nach geendigter Legislatur.

24 Freitag. Die Schwertfeger und Büchsenmacher, die bei Gelegenheit der Eroberung der Bastille geplündert worden, verlangen eine Schadloshaltung.

25 Sonnabend. Abhandlung über die Ausgabe der Assignate. -- D. über die Gehalte der Klosterfrauen.

26 Sonntag. D. die Escontocasse soll 10 Millionen in den öffentlichen Schaz liefern.

27 Montag. Hr. Emmery, President. -- Fortsezung der Verhandlung über die Ausgabe der Assignate.

28 Dienstag. Fortsezung der Verhandlung über die Ausgabe der Assignate.

29 Mittwoch. D. über eine neue Ausgabe von Assignate ohne Zinse.

30 Donnerstag. Bericht über die vom Chatelet eingeleitete peinliche Procedur wegen der Begebenheiten vom 5 und 6 Oct. 1789.

October 1790.Bearbeiten

1 Freitag. D. den Schweizer-Soldaten und Unter-Offizieren wird derselbe Sold zuerkannt, wie den Französischen.

2 Sonnabend. D. daß gegen die Hrn. d'Orleans und Mirabeau keine Anklage Statt habe.

3 Sonntag. D. über die Art den öffentlichen Schaz mit den nöthigen Geldern zu versehen.

4 Montag. Der Minister ertheilt abermalige umständliche Berichte über die Unruhen von Brest.

5 Dienstag. D. über die Gehalte der Adjudanten, und General-Adjudanten.

6 Mittwoch. D. über die Liquidation der erkauften Aemter.

7 Donnerstag. D. über die Wahl der Polizei-Commissarien in Paris.

8 Freitag. D. über die Anlehen von 80 Millionen, und andere; die Zinse der 400 Millionen Assignate sollen den 16 d. M. aufhören.

9 Sonnabend. D. über die Abschaffung der Auflage auf Leder, Felle, Eisen, Oel und Seife.

10 Sonntag. D. Ausrüstung von fünf und vierzig Kriegsschiffen.

PortretMerlin240

Le Comte Merlin.

11 Montag. Hr. Merlin Präsident. -- D. die apanagirten Personen werden bevollmächtiget, auf ihren Apanage-Gütern die Holzfällung während des künftigen Winters zu ihrem Vortheil zu benuzen.

12 Dienstag. D. zu Wiederherstellung der Ruhe auf St. Domingue.

13 Mittwoch. D. das öffentliche Erziehungswesen betreffend.

14 Donnerstag. D. die Friedens-Richter betreffend.

15 Freitag. D. Ernennung der Commissarien um auf die Verfertigung der 800 Millionen Assignate Acht zu haben.

16 Sonnabend. D. die Zinse zu 3 vom hundert auf die Assignate, hören mit diesem Tage auf.

17 Sonntag. D. die Vollziehung der Decrete über die bürgerliche Verfassung der Geistlichkeit in dem ehemaligen Elsaß wird verordnet.

18 Montag. D. über die Gehalte der Pfarrer, deren Pfarreien aufgehoben werden sollen.

19 Dienstag. Die Franzosen, die wegen der Wiederrufung des Edikts von Nantes ihr Vaterland verlassen haben, begehren in den Besiz des Eigenthums ihrer Voreltern wieder einzutreten.

20 Mittwoch. D. über vorzunehmende Rechtsklagen gegen die Schuldner des öffentlichen Schazes.

21 Donnerstag. D. den Aufstand der Escadre von Brest betreffend.

22 Freitag. Die Nationalversammlung vernimmt mit Wehmuth den Tod des edlen Desilles.

23 Sonnabend. D. die gleich izt zu verkaufenden Nationalgüter zu bezeichnen.

24 Sonntag. D. über die persönliche Steuer.

PortretAPJMBarnava240

A. P. J. M. Barnave.

25 Montag. Hr. Barnave, President. -- D. die patriotische Steuer betreffend.

26 Dienstag. D. welches die Form des Bürgereides vestsezt, den unsere Botschafter oder Geschäffteträger bei fremden Höfen zu leisten haben.

27 Mittwoch. Abänderung einiger Artikel des peinlichen Gesezbuches fürs Seewesen. -- Hr. de Fleurieu wird zum Minister des Seewesens ernannt.

28 Donnerstag. D. um den König zu bitten, daß er mit den im Elsaß angesessenen Fürsten in Unterhandlungen trete. D. über die geistlichen Güter, welche die Ausländer im Königreiche besizen.

29 Freitag.

30 Sonnabend. D. über die Unordnungen und Ausschweifungen zweier Regimenter zu Belfort.

31 Sonntag. D. Abschaffung aller bisherigen Landzölle. -- D. über die Verlegung der Zollhäuser an die Grenzen.

November 1790.Bearbeiten

1 Montag.

2 Dienstag. D. über die neue Form der Geseze, deren Versendung an die Gerichtshöfe xc.

3 Mittwoch. D. über die Gehalte der Richter und der königl. Commissarien.

4 Donnerstag. D. über die Verfertigung der Assignate; die Verfertigung falscher Assignate sollen mit dem Tode bestraft werden.

5 Freitag. D. die Casse des ausserordentlichen soll dem öffentlichen Schatz für die Ausgaben des Monaths Nov. 48 Millionen vorstreken.

6 Sonnabend. D. über die Liquidation der Admiralitätsbedienungen.

7 Sonntag. D. über die Liquidation des Landes-Schuld.

8 Montag. Hr. Chasse, President.

9 Dienstag. D. über die Eröffnung des von Hrn. Brulee vorgeschlagenen Canals.

10 Mittwoch. Die Sectionen von Paris begehren die Verabschiedung der Minister.

11 Donnerstag. D. den Bischöffen wird erlaubt Heiraths-Erlasse zu ertheilen.

12 Freitag. D. über den Verkauf des der Nation zuständigen Korns und Mehls.

13 Sonnabend. Plünderung des Hotels des Herrn Castries.

14 Sonntag. D. über die Verrichtungen und Gehalte der Districts-Einnehmer.

15 Montag. D. über die Errichtung und die Bezirke der Pfarreien.

16 Dienstag. D. die Insel Corsica soll ein einziges Departement ausmachen. -- Hr. Duportail wird Kriegsminister.

17 Mittwoch. D. über die Organisation des Cassations-Gerichts.

18 Donnerstag. D. über die Ernennung und Beförderung der General-Adjudanten der Armee.

19 Freitag. D. über die Wahl der Pfarrer, welche den Pfarr-Kirchen vorstehen sollen.

20 Sonnabend. Der König wird gebeten, Truppen nach Avignon zu schicken, um dort die Ruhe wieder herzustellen, und die französischen Besizungen zu schüzen.

PortretAlexandreLameth240

Alexandre Lameth.

21 Sonntag. Hr. Alexander Lameth, President. -- D. über die Wiedererwählung der Municipal-Beamten, die durch das Loos herausgefallen. -- Hr. Dupont du Tertre, Großsiegel-Bewahrer.

22 Montag. D. die Gesezgebung der Domänen betreffend.

23 Dienstag. D. über die Grund-Steuer.

24 Mittwoch. D. über die Gehalte der Kriegs-Commissarien.

25 Donnerstag. D. über die Freiheit der Häfen von Bayonne, Marseille und Dünkirchen.

26 Freitag. D. die Juwelen, das Gold- und Silbergeschirr betreffend, welches in die Münz-Höfe gebracht worden.

27 Sonnabend. D. den Eid betreffend, den jeder Geistliche, der in einem öffentlichen Amte steht, zu leisten hat.

28 Sonntag. D. über die Registrirungsgebühren.

29 Montag. D. zu Wiederherstellung der Ruhe in den Colonien auf den Antillischen Inseln.

30 Dienstag. D. die Pensionen der Geistlichkeit sollen pünktlich bezahlt werden.

December 1790.Bearbeiten

1 Mittwoch. D. die Güter der Protestanten im Elsaß betreffend.

2 Donnerstag. D. über die Organisation der Artillerie.

3. Freitag. D. welches den Verwaltungs-Corps erlaubt, wegen der Ausgaben für die Deputirten zu der Verbündung vom 14ten Jul. ein Anlehn zu machen.

4 Sonnabend. D. Bewilligung einer Summe zur Unterstüzung der Armen.

PortretPetion

Pétion.

5 Sonntag. Hr. Pethion de Villeneuve, President. -- Die Nationalversamml. vernimmt, daß die Insel Guadeloupe ihren Gesezen gänzlich unterworfen ist.

6 Montag. Hr. de Sillery macht der Nationalversammlung die Ursachen der unglücklichen Begebenheiten zu Nancy bekannt.

7 Dienstag. Errichtung der Bureaux, um die Urkunden der Gläubiger der Geistlichkeit zu untersuchen.

8 Mittwoch. D. die Abgaben der Stadt Paris betreffend.

9 Donnerstag. D. über die Erstattung der Güter der Religions-Flüchtlinge.

10 Freitag. D. die Gehalte der dermaligen Geistlichkeit betreffend.

11 Sonnabend. Die Avignoneser danken der Nationalversammlung für das Decret, welches ihnen den Schuz Frankreichs zusichert.

12 Sonntag. D. die von den ehemaligen Soldaten der belgischen Truppen begangenen Ausschweifungen betreffend.

13 Montag. D. die Prägung kleiner silberner Münze betreffend.

14 Dienstag. D. die Kinder aus vermischten Ehen zwischen Katholiken und Protestanten betreffend.

15 Mittwoch. D. die Hospitäler zu Rouen betreffend.

16 Donnerstag. D. die Renten der Geistlichkeit betreffend.

17 Freitag. D. fünfzig tausend Flinten sollen unter die National-Garden des Königreichs vertheilt werden.

18 Sonnabend. D. über die Loskaufung der Grundzinse.

19 Sonntag. Bericht wegen der unglüklichen Begebenheiten zu Aix.

20 Montag. D. nach Aix soll ein Corps Linientruppen abgeschickt werden.

21 Dienstag. D. dem Verfasser des Emil soll eine Bildsäule errichtet, und seine Wittwe auf Unkosten des Staats erhalten werden.

22 Mittwoch. Hr. d'Andre, President zum zweitenmal. -- D. die Gehalt der Vorsteher der Seminäre und der Director-Vicarien betreffend.

23 Donnerstag. D. über die Form des Knopfes der Nationalgarden.

24 Freitag. D. das Verbrennen der Assignate betreffend, die in den öffentlichen Schaz zurück kommen. 25 Sonnabend.

26 Sonntag. Der König läßt der Nationalversammlung die Annahme des Decrets über die bürgerliche Verfassung der Geistlichkeit bekannt machen.

27 Montag. D. die Zahlungen der Casse des Ausserordentlichen betreffend.

28 Dienstag. D. Anstellung der Friedens- und Handlungs-Richter in mehreren Städten.

29 Mittwoch. D. für die Arbeiten zu Cherbourg werden vorläufig 100,000 Liv. bewilliget.

30 Donnerstag. D. den Urhebern nüzlicher Erfindungen wird ihr Eigenthumsrecht an dieselben zugesichert.

31 Freitag. D. über die Beförderung der See-Leute.

Jenner 1791.Bearbeiten

1 Sonnabend. D. die Offiziere jedes Grads erhalten nach fünf und zwanzig Dienst-Jahren die militärischen Ehrenzeichen.

2 Sonntag. D. über peinliche Rechtssachen.

3 Montag.

4 Dienstag. Die geistlichen Deputirten bei der Nationalversammlung sollen sich erklären, ob sie den Eid ablegen wollen.

5 Mittwoch. Verhandlung über die gerichtlichen Geschwornen.

6 Donnerstag. D. über die Einnehmer der patriotischen Steuer.

7 Freitag. D. die öffentlichen Fuhrgelegenheiten betreffend.

8 Sonnabend. D. über den neuen Stempel auf öffentlich notorische Acten.

9 Sonntag. D. über die Schadloshaltung für Besizer solcher Pensionen, die auf käuflichen Aemtern hefteten.

10 Montag. D. über den Stempel.

11 Dienstag. D. über die Verfertigung silberner Münze, von 15 und 30 Solsstücken bis auf 15 Millionen.

12 Mittwoch. Zusäze zu dem D. über den Stempel.

13 Donnerstag. D. die Erwählung der Bischöffe und Pfarrer soll durch die Mehrheit der Stimmen geschehen.

14 Freitag.

15 Sonnabend. Bericht über die Schenkung des Ländchens Clermontois an den grossen Conde im Jahr 1648.

PortretGregoire240

Gregoire.

16 Sonntag. Hr. Abbe Gregoire, President.

17 Montag. D. die Offiziere der Linientruppen, die in die Nationalgarde getreten sind, behalten ihr Activitäts-Recht bei der Armee.

18 Dienstag. D. allen Franken steht der Handel nach Senegal frei.

19 Mittwoch. Fortsezung des Decrets über die Geschwornen.

20 Donnerstag. Rechtfertigung der Regimenter Royal-Liegeois und Lauzun, wegen der Unruhen zu Belfort.

21 Freitag.

22 Sonnabend. D. über die peinlichen Geseze des Seewesens.

23 Sonntag. Fortsezung des Decrets über die Geschwornen.

24 Montag. Nachricht von der Fortdauer der Unruhen zu St. Domingue. -- Mezelei zu La Chapelle, durch die Jäger an den Zollhäusern.

25 Dienstag. Verhandlung über den Zolltarif.

26 Mittwoch. Gesez für die Vollziehung des schon gegebenen Decrets, die Eidablegung der Geistlichen betreffend.

27 Donnerstag. Errichtung eines Handlungsgerichts zu Paris.

28 Freitag. Brief Leopolds an den König über die Reclamationen der im Elsaß Güter-besizenden Fürsten.

PortretHGMirabeau240

H. G. de Mirabeau.

29 Sonnabend. Hr. de Mirabeau, President. -- Man überreicht der Nationalversamml. das Brustbild von Desilles.

30 Sonntag. Hr. de Montmorin sendet der Nationalversammlung das Verzeichnis der von unsern Botschaftern an fremden Höfen abgelegten Bürgereide.

31 Montag. D. die schuldige Bezahlung und Belohnung der Künstler betreffend.

Februar 1791.Bearbeiten

1 Dienstag. Der König wird gebeten, drei Commissarien zu Wiederherstellung der Ruhe nach St. Domingue zu senden.

2 Mittwoch. D. die Liquidation der Aemter betreffend.

3 Donnerstag. Hr. Trouville schlägt der Nationalversammlung eine Maschine vor, welche das Wasser fünfhundert Schuh in die Höhe treibt.

4 Freitag. Verhandlung über die Geschwornen.

5 Sonnabend. Die Prediger sind als öffentliche Beamte anzusehen, und sollen den Bürgereid ablegen.

6 Sonntag. D. die Casse des Ausserordentlichen soll achtzig Millionen liefern, um die Besoldungen und Gehalte in verschiedenen Departementen zu bestreiten.

7 Montag. Ende des Decrets über die Geschwornen.

8 Dienstag. D. Die widerspenstigen Pfarrer sollen vom Tag der Wiederbesezung ihrer Stellen an 500 Liv. Pension geniessen.

9 Mittwoch. Der König wird gebeten, ein Schiff ausrüsten zu lassen, um Hrn. de la Peyrouse aufzusuchen.

10 Donnerstag. Eine Deputation der Quäcker erscheint vor der Nationalversammlung.

11 Freitag. Bericht über die Unruhen im Elsasse. -- D. Gehalt und Tracht der Richter des Cassations-Gerichts.

12 Sonnabend. D. der Tabaks-Bau wird frei erklärt.

13 Sonntag. D. über die National-Gendarmerie.

14 Montag. Hr. Duport, Präsident.

15 Dienstag. Bericht über das Invaliden-Haus.

16 Mittwoch. D. Aufhebung der Handwerks-Innungen.

17 Donnerstag. Die Gemeine von Paris begehrt ein Gesez, um den öffentlichen Spielen Einhalt zu thun.

18 Freitag. Bericht des Comite der Finanzen über die Ausgaben von 1791.

19 Sonnabend. D. über die Aufhebung der Eingangszölle.

20 Sonntag. Der König berichtet der Nationalversammlung die Abreise seiner Tanten.

21 Montag. Entwurf eines Gesezes über die Auswanderungen.

22 Dienstag. D. welches die Herrschaftlichen Unterscheidungs-Vorzüge abgeschaft.

23 Mittwoch. Bericht über die Unruhen zu Nimes.

24 Donnerstag. Die Municipalität von Arnay-le-Duc sendet das Protokoll über die Anhaltung der königlichen Tanten.

25 Freitag. Verhandlung über das vorgeschlagene Decret wegen des Aufenthalts des regierenden Hauses.

26 Sonnabend. D. über die Friedensrichter.

27 Sonntag. D. die Gerichtshöfe betreffend.

28 Montag. Das Pariser Volk geht nach Vincennes und zerstört die Brustwehren des Gefängnisses. -- Vierhundert Mitglieder der Monarchischen Gesellschaft begeben sich mit Dolchen xc. versehen ins Schloß der Tuilerien. -- Der König befiehlt ihnen die Waffen niederzulegen.

März 1791.Bearbeiten

1 Dienstag. Hr. von Noailles President. -- D. den Tabak betreffend.

2 Mittwoch. Zusäze über die Patenten-Gebühren.

3 Donnerstag. D. das Silbergeschirr der Kirchen, so viel dessen nicht zu dem Gottesdienste nöthig ist, soll in die Münzhöfe gebracht werden.

4 Freitag. D. über die Marschälle von Frankreich und Abschaffung der Landmiliz.

5 Sonnabend. D. Die General-Pächter werden abgeschaft.

6 Sonntag. D. über die Verwaltungs-Corps.

7 Montag. D. über den Stockfischfang auf den Bänken von Neufundland in Amerika.

8 Dienstag. D. über den in den königlichen Magazinen befindlichen Salz- und Tabak-Vorrath.

9 Mittwoch. D. Die Personen, die wegen des Verbrechens der beleidigten Nation in Verhaft sind, sollen in die Gefängnisse nach Orleans geführt werden.

10 Donnerstag. D. Die Finanz-Verwaltung sollen vom Könige ernannt werden.

11 Freitag. D. über die Schadloshaltung wegen der Zehnden.

12 Sonnabend. Hr. von Montesquiou President. -- D. Die sogenannten Gewohnheits-Rechte in der Normandie werden abgeschaft.

13 Sonntag. Hr. von Montmorin berichtet die Nationalversammlung von seinen Unterhandlungen mit den im Elsaß begüterten Fürsten.

14 Montag. Hr. Gobel wird zum Bischof von Paris erwählt.

15 Dienstag. D. Widerrufung der Abtretung des Clermont-Gebiets an das Haus Conde vom Jahr 1648.

16 Mittwoch. D. über die Grund- und Mobilien-Steuer.

17 Donnerstag. Abermaliges D. den Eid der Geistlichen betreffend.

18 Freitag. D. über den Tarif der Waaren aus den Colonien.

19 Sonnabend. Bericht wegen eines Aufstandes zu Douai.

20 Sonntag. Hr. Carl Lameth überschickt der Nationalversammlung die sechszigtausend Livres, die seiner Mutter im rothen Buche aufgeschrieben waren.

21 Montag. D. über die Begebenheit von Douai.

22 Dienstag. D. welches die Frauenspersonen von der Regentschaft ausschließt.

23 Mittwoch. Dreitausend Invaliden zieren die Bühnen der Nationalversammlung, weil die Gesezgeber wollten, daß sie bei der Verhandlung über ihr künftiges Schicksal zugegen seyn sollten.

24 Donnerstag. D. Den Invaliden werden auf den Fall, da sie das Invaliden-Haus verlassen wollen, 227 Liv. Pension bewilligt.

25 Freitag. D. Der König ist von seinem achtzehnten Jahre an, als volljährig anzusehen.

26 Sonnabend. Entwurf eines Decrets über die Einförmigkeit des Gewichtes und Maaßes.

27 Sonntag. D. über die Erztgruben und Bergwerke.

28 Montag. D. über den Orts-Aufenthalt der öffentlichen Beamten.

29 Dienstag. Bericht über einen Aufstand in Toulouse.

30 Mittwoch. Hr. Tronchet, President. -- Mirabeau wird krank.

April 1791.Bearbeiten

1 Freitag. Verhandlung über die Erbschaft ohne Testament.

2 Sonnabend. Mirabeaus Tod. -- Die Nationalversammlung beschließt auf acht Tage lang die Trauer anzulegen.

3 Sonntag. D. Die neuerbaute Genovevakirche wird dazu ausersehen, die Asche großer Männer aufzubewahren.

4 Montag. Mirabeaus Leichenbegängnis. -- Allgemeine Betrübnis. Sein Leichnam ist der erste, der in dem Tempel der grossen Männer beigesezt wird.

5 Dienstag. Hr. Linguet erscheinet vor den Schranken mit den Colonisten von St. Marx auf St. Domingue.

6 Mittwoch. Verhandlung über die Minister.

7 Donnerstag. D. Kein Deputirter bei der Nationalversammlung kann früher als 4 Jahre nach der Legislatur ins Ministerium kommen.

8 Freitag. D. Den Mitglieder der Nationalversammlung ist untersagt, irgend eine Gnade von der vollziehenden Macht, während vier Jahren, anzunehmen.

9 Sonnabend. D. über die Münzhöfe.

10 Sonntag. D. Über die Organisation des Ministeriums.

11 Montag. D. über den Gehalt der Minister während ihres Amts und nach ihrer Entlassung.

12 Dienstag. D. über die Berechnung der Schulden derjenigen Theile des Reichs, wo die Stände die Auflagen bestimmten.

13 Mittwoch. Auf die Motion des Vater Gerards, decretirt die Nationalversammlung die Aufhebung eines Feudal-Rechts welches die Fruchtbarkeit der Familien mit einer Auflage belegte.

14 Donnerstag. D. über die Freiheit vermittelst eines Patents Mäkler zu seyn.

15 Freitag. D. über die geistlichen Beamten

16 Sonnabend. D. über die Löhnung der hundert tausend Hülfs-Soldaten.

18 Montag. Hr. Chabroud President. -- Der König will nach St. Cloud gehen, wird aber durch sein Volk welches ihn zu Paris zu haben wünscht, zurückgehalten.

19 Dienstag. Der König kömmt in die Nationalversammlung um sich über die Widersezlichkeit des Volks, gegen die Abreise nach St. Cloud zu beschweren.

20 Mittwoch. D. über die Meisterschaften und Handwerks-Innungen.

21 Donnerstag. Hr. von la Fayette giebt seine Demission: die sechzig Bataillons begeben sich zu ihm und verlangen mit lautem Geschrei ihren General zurück. Einige Tage darauf giebt er ihrer Bitte Gehör.

22 Freitag. Hr. Houdon wiedmet der National-Versammlung Mirabeaus Brustbild.

23 Sonnabend. Der König läßt den fremden Mächten seinen unwiederruflichen Eid, die Constitution aufrecht zu erhalten, bekannt machen.

24 Sonntag.

PortretJeanRewbel240

Jean Rewbel.

25 Montag. Hr. Reubel President. -- Traurige Berichte von den Unruhen auf St. Domingue.

26 Dienstag. Hr. Rabaut schlägt vor, Assignate von fünf Livres verfertigen zu lassen.

27 Mittwoch. Verhandlung über die Organisation der Nationalgarde.

28 Donnerstag. Hr. Lafayette dankt im Namen der Nationalgarde dem König wegen des feierlichen Schritts, wodurch er der ganzen Welt die Souverainetät des französischen Volks kund gethan hat.

29 Freitag. D. Den Linientruppen wird erlaubt den Sizungen der Constitutionsfreunde beyzuwohnen.

May 1791.Bearbeiten

1 Sonntag. Die Zoll-Schranken werden eröfnet, und im ganzen Innern des Königreichs keine Einfuhrzölle mehr bezahlt.

2 Montag. Verhandlung wegen der Vereinigung der Grafschaft Avignon mit Frankreich.

3 Dienstag. Fortsetzung dieser Verhandlung.

4 Mittwoch. D. Die Vereinigung von Avignon mit Frankreich wird verschoben.

5 Donnerstag. Verhandlung über die kleinen Assignate.

6 Freitag. Die Verfertigung von hundert Millionen kleiner Assignate wird verordnet.

7 Sonnabend. D. Den eidscheuen Priestern wird erlaubt in besondern Kirchen den Gottesdienst zu verrichten, in so ferne sie nicht gegen das Gesez predigen.

8 Sonntag. Hr. d'Andre President. -- D. über die Organisation der Finanz-Corps.

9 Montag. Fortsetzung der Decrete über die Finanz-Corps.

10 Dienstag. D. Die Ausfertigung der Acten nach Rom wird untersagt. -- Ueber das Petitions-Recht.

11 Mittwoch. Verhandlung über die Frage, die Colonien betreffend.

12 Donnerstag. Fortsetzung dieser Verhandlung.

13 Freitag. D. Ueber den Stand der nicht freien Personen darf von der N. V. kein Gesez gegeben werden, anders als auf Begehren der Colonial-Versammlungen.

14 Sonnabend. Hr. de Seine ein taubstummer Mann, überreicht der National-Versammlung das Brustbild von Mirabeau.

15 Sonntag. D. Die von freien Eltern erzeugte Mulatten, sollen zu den künftigen Pfarr und Colonial-Versammlungen zugelassen werden.

16 Montag. D. Die Mitglieder der constituirenden National-Versammlung dürfen zur nächstkünftigen Legislatur nicht wieder erwählt werden.

17 Dienstag. D. Der Handel mit Gold und Silber wird allgemein erlaubt.

18 Mittwoch. Verhandlung über die Organisation des gesezgebenden Corps.

19 Donnerstag. Abermaliges D. Die Mitglieder eines künftigen Gesezgebenden Corps können zur nächstfolgenden Legislatur wieder erwählt werden; nachher aber erst nach einem Zwischenraum von zwei Jahren.

20 Freitag. Verhandlung über die Kupfer-Münze.

21 Sonnabend. D. wegen Verfertigung der kleinen Assignate.

22 Sonntag. Hr. Bureau de Pusy President.

23 Montag. Die Municipalität von Avignon hält dringend um ein entscheidendes Decret wegen dieser mehr als jemals bedaurenswerthen Stadt bey der Nationalversammlung an.

24 Dienstag. Das vorgeschlagene Decret über die Vereinigung von Avignon wird verworfen.

25 Mittwoch. Der König wird gebeten, Mittelspersonen nach Avignon zu senden.

26 Donnerstag. D. Das Louvre und die Tuilerien zusammen vereinigt, sollen zur Wohnung des Königs, und zur Vereinigung aller Denkmäler der Künste und Wissenschaften bestimmt werden.

27 Freitag. Die Verurtheilung von hundert Millionen Grund- und Mobilien-Steuer wird genehmigt.

28 Sonnabend. D. über die Urversammlungen.

29 Sonntag. Der König wird gebeten den Unterricht der Nationalversammlung an die Colonien zu senden.

30 Montag. Voltaire wird als würdig erklärt, in den Tempel der grossen Männer gebracht zu werden.

Junius 1791.Bearbeiten

1 Mittwoch. D. Die Todesstrafe soll ohne Folter blos in dem Verlust des Lebens bestehen.

2 Donnerstag. Unduldsamkeit des Volks gegen die ungeschwornen Priester bei den Theatinern.

3 Freitag. Fortsezung des Decrets über die peinlichen Geseze. -- Ueber die Rehabilitation der Verurtheilten in ihre vorigen Rechte.

4 Sonnabend. Fortsezung über die Folgen der Verurtheilungen.

5 Sonntag. D. über die Bey-Hülfe die den Wittwen und Kindern der National-Garden, die zu Nancy und vor der Bastille umgekommen, zu bewilligen ist.

6 Montag. Hr. d'Auchy President. -- Verfolg der Decrete über die peinlichen Geseze. -- Von der Rücksicht auf das Alter bey aufzulegenden Strafen.

7 Dienstag. Fortsezung, über die Verbrechen gegen die innere Sicherheit des Staats.

8 Mittwoch. Fortsezung, über die Verbrechen gegen die Constitution.

9 Donnerstag. D. Die Breven, Sendschreiben, Bullen des Römischen Hofs sind so lang als nichtig anzusehen, bis sie im gesezgebenden Corps gutgeheissen und vom König sanctionirt sind.

10 Freitag. Bericht über die Abdankung der Armee.

11 Sonnabend. D. Dem Prinzen Conde wird anbefohlen, in vierzehn Tagen nach Frankreich zurück zu kommen.

12 Sonntag.

13 Montag. D. Mehrere Zusätze über die Organisation des gesezgebenden Corps.

14 Dienstag. D. die Departemente und Districte betreffend.

15 Mittwoch. Fortsezung der Decrete über die peinlichen Geseze. -- Ueber die Verlezung des Geheimnisses der Briefe.

16 Donnerstag. Junge Bürger erscheinen vor den Schranken, und schwören im Namen des Gottes, den sie eben im Sakrament empfangen haben, für die Vertheidigung des Vaterlandes zu sterben.

17 Freitag. Fortsezung der Decrete über die peinlichen Geseze. -- über Verbrechen der öffentlichen Beamten.

18 Sonnabend. Bericht wegen eines in Bastia ausgebrochenen Aufstandes.

PortretAlexandreBeauharnois240

Alexandre Beauharnois.

19 Sonntag. Hr. Alexander Beauharnais, President.

20 Montag. D. über den Tarif der Ostindischen Handlung.

21 Dienstag. Der König entfernt sich von Paris mit seiner ganzen Familie. Nach allen Gegenden des Königreichs werden Kuriere gesandt. Die Bestürzung ist allgemein -- Frankreich greift zu den Waffen. Die Nationalversammlung bleibt ununterbrochen an ihrer Arbeit. Den Ministern wird die vollziehende Macht übertragen.

22 Mittwoch. Während des Pferdewechselns zu St. Menehould glaubt der dasige Postmeister den König zu erkennen, und zeigt solches der Municipalität an, welche alsobald Eilboten nach Varennes abschickt. Die Nationalgarde versammelt sich; die Husaren werden entwafnet, und die Kutsche wird angehalten.

23 Donnerstag. Die Nationalversammlung sendet die Hr. Latour-Maubourg, Pethion und [[[Antoine Barnave|Barnave]] nach Varennes, um den König auf seiner Rückreise zu begleiten.

24 Freitag. D. Hr. von Bouille wird in seinen militärischen Amts-Verrichtungen suspendirt.

25 Sonnabend. Der König und die Königl. Familie kommen nach Paris zurück: eine zahlreiche Wache begleitet sie, eine ungeheure Menge Menschen, in unbeweglicher Stille deckt den Zug.

26 Sonntag. Die Hrn. le Blanc und Thevenin, welche die Kutsche des Königs zu Varennes angehalten haben, erscheinen vor der Nationalversammlung.

27 Montag. Drei Commissarien, welche abgeordnet worden waren, die Erklärungen des Königs und der Königin zu vernehmen, statten der Nationalversammlung Bericht ab.

28 Dienstag. D. die Ernennung eines Erziehers des Thron-Erben betreffend.

29 Mittwoch. Fortsezung der Decrete über die peinlichen Geseze.

30 Donnerstag. D. die Fahnen der Linientruppen betreffend.

Julius 1791.Bearbeiten

1 Freitag. Man kündigt der Nationalversammlung an, daß Monsieur und seine Gemahlinn in Brüssel angelangt seien.

2 Sonnabend. D. die Vestungen betreffend.

PortretCharlesLameth240

Charles Lameth.

3 Sonntag. Hr. Carl Lameth, President. -- Der General Lukner sendet der Nationalversammlung einen schriftlichen Eid ein, für die Consttiution zu streiten und zu sterben.

4 Montag. Aufhebung der Rent-Kammern.

5 Dienstag. D. über die Municipal-Geseze.

6 Mittwoch. D. Aufhebung der Armen-Werkstätten, wo ärgerliche Misbräuche eingerissen waren.

7 Donnerstag. Der König, der erfahren, daß Hr. v. Artois in seinem Namen Werbungen vornehme, sendet der Nationalversammlung eine förmliche Erklärung zu, daß er solche nicht anerkenne.

8 Freitag. D. über die Zuchtpolizei.

9 Sonnabend. D. Den Ausgewanderten wird befohlen, in Zeit von zwei Monaten nach Frankreich zurück zu kehren, widrigenfalls sie dreifache Auflagen zu bezahlen haben.

10 Sonntag. Der spanische Bothschafter bezeugt dem Minister den Wunsch seines Hofes, den Frieden mit Frankreich zu unterhalten.

11 Montag. Voltaire's Leichnam wird in den Tempel der großen Männer versezt.

12 Dienstag. D. über die Bergwerke.

13 Mittwoch. Bericht, die Linientruppen betreffend, die von Bouille angeführt wurden.

14 Donnerstag. Ein junges Frauenzimmer überreicht ein von ihrem Vater verfertigtes allegorisches Gemälde die Arbeiten der National-Versammlung vorstellend.

15 Freitag. Bouille soll durch das hohe National-Gericht von Orleans verurtheilt werden.

16 Sonnabend. Bericht über die Unruhen in dem Departement Vandee.

17 Sonntag. Ermordung zweier Personen auf dem Mars-Felde. Das Martialgesez wird verkündigt, und die rothe Fahne aufgesteckt.

18 Montag. Bericht über die Unruhen auf dem Mars-Felde. D. gegen die Aufrührer.

19 Dienstag. Herr Fermon, President. -- D. über die Ackerbaus-Geseze.

20 Mittwoch. Fortsetzung der Decrete über die Ackerbaus-Geseze.

21 Donnerstag. D. Dem ehemaligen Regiment Nassau und allen ausländischen Regimentern wird befohlen, französisches Wappen und Uniform anzunehmen.

22 Freitag. Hr. Duveyrier stattet der National-Versammlung Bericht ab über seine Verrichtungen bey den geflüchteten Prinzen.

23 Sonnabend. Bericht wegen der Unruhen in dem Lande Caux.

24 Sonntag. D. die Officiere betreffend, die ihre Posten verlassen haben.

25 Montag. D. diejenigen Beamten betreffend, deren Stellen aufgehoben worden.

26 Dienstag. D. über die öffentliche Gewalt.

27 Mittwoch. Hr. d'Espagnac wird von der National-Versammlung wegen seiner Herrschaft Sancerre verhört.

28 Donnerstag. D. über die Organisation der Nationalgarde.

29 Freitag. D. die falschen Assignate betreffend.

30 Sonnabend. D. über die Ritterorden.

31 Sonntag. Bericht über das feindliche Betragen der deutschen Fürsten gegen Frankreich.

August 1791.Bearbeiten

1 Montag. Hr. d'Andre, President. -- Die Commissarien, welche an die mitternächtlichen Grenzen gesandt worden, berichten, daß sie solche in sehr gutem Vertheidigungsstande gefunden.

2 Dienstag. Unruhen zu Brie-Comte-Robert.

3 Mittwoch. D. Die Prägung kleiner Münzen aus Glockengut mit Kupfer vermischt, wird verordnet.

4 Donnerstag. Fortsetzung des Decrets über die Militär-Organisation.

5 Freitag. Hr. Thouret liest der National-Versammlung den ganzen Constitutionsakt vor.

6 Sonnabend. Die Municipalität von Paris, läßt die rothe Fahne wegnehmen, und die weisse als ein Zeichen vorhandener öffentlicher Ruhe, aufpflanzen.

7 Sonntag. Fortsetzung der Decrete über die Ackerbausgeseze.

8 Montag. Verhandlungen über die Durchgehung der Constitutionsakte.

9 Dienstag. Verhandlung über die Eintheilung des Königreichs. 10 Mittwoch. Verhandlung über die öffentlichen Gewalten.

11 Donnerstag. Verhandlung über die gerichtliche Verfassung.

12 Freitag. Verhandlung über die Wahlversammlungen.

13 Sonnabend. Verhandlung über die Regentschaft und die Königl. Familie.

14 Sonntag. Verhandlung über die Königliche Sanction.

15 Montag. Herr Dupont, President. Verhandlung über die Bekanntmachung der Geseze.

16 Dienstag. Tarif, das Postgeld der Briefe und Pakete betreffend.

17 Mittwoch. Bericht von den durch das Decret über die Mulatten veranlaßten Bewegungen auf St. Domingue.

18 Donnerstag. Bericht: Die Grenzen des Obern- und Nieder-Rheins sind in sehr gutem Vertheidigungs-Stande.

19 Freitag. Verhandlung über die herrschaftlichen Aemter.

20 Sonnabend. Bericht: Die Constitutionsfreunde zu Caen haben die Bildsäule Ludwigs XIV in dieser Stadt niederreißen lassen. 21 Sonntag. Herr von Blanchelande berichtet der N. V. daß das Decret über die Mulatten Schrecken und Verzweiflung zu St. Domingue verbreitet habe.

22 Montag. Constitutionelles D. über die persönliche Freiheit.

23 Dienstag. D. über die Verbrechen der Presse.

24 Mittwoch. Constitutionelles Decret, über die Leibwache des Königs.

25 Donnerstag. Constitutionelles Decret, die Glieder der Königl. Familie sind zu keiner Stelle, die von der Ernennung des Vokks abhängt, wahlfähig.

26 Freitag. D. Das Kupfer und Erzt aus den aufgehobenen Pfarrkirchen soll in die Münzhöfe gebracht werden.

27 Sonnabend. D. welches dem J. J. Rousseau die großen Männern bestimmten Ehrenbezeugungen zuerkannt.

28 Sonntag. D. über die Handhabung der Mannszucht bei der Armee. Die Weiber der Hallen bieten dem Vaterlande das Silber und die Zierrathen an, deren sie sich bisher bei Begehung des Ludwigsfestes bedient hatten.

29 Montag. D. von den Häusern und Cassen, die der Civil-Liste gehörten, sollen die Siegel abgenommen werden.

30 Dienstag. Verhandlung und D. über die National-Convente.

31 Mittwoch. D. die Rückzahlungen an die Procuratoren, des großen Raths betreffend.

September 1791.Bearbeiten

1 Donnerstag. D. über die Art, wie die Constitutions-Akte dem Könige vorgelegt werden soll.

2 Freitag. D. Es sollen National-Feste eingesezt werden, um das Andenken an die französische Revolution zu verewigen.

3 Sonnabend. Die Constitution ist vollendet; eine Deputation von sechszig Mitgliedern, überreicht sie dem Könige.

4 Sonntag. Bericht über die Art, wie der König die Constitutions-Akte angenommen hat.

5 Montag. D. Der Schaz der ehemaligen Abtei St. Denis soll mit dem National-Kabinet vereiniget werden.

6 Dienstag. D. über die Bedienung der Posten auf allen Heerstraßen des Königreichs.

7 Mittwoch. Bericht über die Ablegung der Finanzrechnungen.

8 Donnerstag. Verhandlung über die Rechnungsablegung.

9 Freitag. Bericht über den zustand der Finanzen vor, während, und nach der Revolution.

10 Sonnabend. Die Königl. Commissarien, die nach Avignon gesandt worden, statten an den Schranken der N. V. von ihren Verrichtungen Bericht ab.

11 Sonntag. Abschaffung der abwechselnden Wohnsitze der Departements- und Distrikts-Verwaltungen.

12 Montag. Herr Thouret, President. Bericht über die Angelegenheiten von Avignon.

13 Dienstag. Der König berichtet der N. V. daß er die Constitution annimmt. Alle Prozeduren, welche auf die Begebenheiten der Revolution und auf die Abreise des Königs Bezug haben, werden vernichtet.

14 Mittwoch. D. Avignon und Venaissin werden für unabtrennbare Theile des französischen Reichs erklärt. -- Der König begiebt sich in die N. V. um die Constitution zu unterschreiben. -- Er schwört, sie aufrecht zu erhalten und zu vertheidigen, mit Anwendung aller ihm übertragenen Macht.

15 Donnerstag. D. die feierliche Annahme des Königs soll im ganzen Reiche öffentlich ausgerufen werden. Alle Gefangenen wegen nicht bezahlter Ammen-Gelder sollen in Freiheit gesezt werden.

16 Freitag. D. die Geschwornen sollen mit dem künftigen ersten Jänner ihre Geschäfte antreten.

17 Sonnabend. D. die Aufmunterungen betreffend, die den Künstlern bewilliget werden sollen.

18 Sonntag. D. über die neue Organisation der Notarien. -- Nationalfeste und Beleuchtungen.

19 Montag. D. Die constituirende National-Versammlung soll den dreißigsten dieses Monats auseinander gehen.

20 Dienstag. Das einstweilige Gericht zu Orleans wird aufgehoben.

21 Mittwoch. J. J. Rousseau's Asche bleibt bey Hrn. Girardin.

22 Donnerstag. Te Deum in der Kirche zu U. L. Frauen, zur Danksagung wegen des Königs Annehmung der Constitution.

23 Freitag. D. Keiner, der eine Protestation gegen die Constitution unterzeichnet hat, kann zu einem öffentlichen Amte ernannt werden.

24 Sonnabend. Constitutionelles D. wegen der Colonien.

25 Sonntag. Die neue Legislatur soll ihre Session den ersten October eröffnen.

26 Montag. D. die öffentliche Lehrämter bekleidenden Corps betreffend.

27 Dienstag. D. Die Handlungskammern sind aufgehoben.

28 Mittwoch. D. Jeder Mensch, von welcher Farbe, und von welcher Religion er sey, soll in Frankreich zu dem Genusse aller constitutionsmässigen Rechte zugelassen werden, wenn er die nöthigen Bedingungen erfüllt.

29 Donnerstag. Der König wird gebeten, der National-Versammlung ein Gemählde zu geben, auf welchem er, seinem Sohne die Constitutions-Akte überreichend vorgestellt wird. -- D. die patriotischen Gesellschaften betreffend.

30 Freitag. Lezte Sitzung der constituirenden National-Versammlung. Der König begiebt sich dahin, und hält eine Rede. -- Der President spricht die Worte aus: die constituirende National-Versammlung erklärt, daß ihre Verrichtungen erfüllt, und ihre Sizungen geendiget sind.


Zusammenkunft der Nationalversammlung im Ballhause zu Versailles.Bearbeiten

Der neunzehnte Junius 1789.

Die drey Stände: die Geistlichkeit, der Adel und das Volk, welche die Nationalversammlung in Frankreich bildeten, waren uneins. Die beyden ersten wollten ihren bisher genossenen Vorrechten, besonders die Geistlichkeit der Steuerfreyheit, nicht entsagen. Der dritte Stand war der zahlreichste und stellte daher die Meynung auf, daß nicht nach Ständen, sondern nach Köpfen abgestimmt werden müsse. Hätten die beyden ersten Stände den einzigen glücklichen Augenblick nicht entwischen lassen, so wäre es ihnen ein leichtes gewesen, sich zum Oberhaus eines neuen Parlaments zu bilden und durch eine Art von englischer Konstitution den König und den Staat zu retten; aber sie versäumten ihn und brachten dadurch unermeßliches Unheil über die Nation. Ein Theil der Geistlichkeit und des Adels vereinigte sich mit dem Bürgerstand; und da der letztere nun sah, daß er wirklich aus drey Ständen bestehe, so trennte er sich von den übrigen Mitgliedern der bisherigen Nationalversammlung und bildete unter dem Präsidenten Bailly eine neue. Da man sie nun auf Befehl der höhern Stände von dem mit Wachen umstellten Versammlungssaal zurückwies, geriethen sie in grenzenlose Wuth, stürmten. vom Pöbel begleitet, durch die Straffen nach dem Ballhause, wo sie nun ihre Sitzungen eröfneten und den Eid schwuren, sich nicht eher zu trennen, als bis die Konstitution vollendet sey.


SceneEedKaatsbaan1169


Dekret der Nationalversammlung in Frankreich über die gesetzgebende Gewalt.Bearbeiten

Der eilfte September 1789.

Die größere Zahl der Deputirten, selbst deren vom Bürgerstand, war um diese Zeit keineswegs Willens, eine Demokratie einzuführen, oder den König der Willkühr des Volks zu unterwerfen; sie wollten nur die Monarchie vom Despotismus reinigen und ihre Wohlfahrt sich stellen. In der Erklärung, daß Frankreich eine nach den Gesetzen von einem König regierte Monarchie, und daß die Erbfolge in dem königlichen Hause auf die bisherige Art ein Grundgesetz sey; daß der Monarch die vollziehende Gewalt, das Recht Krieg zu führen und Frieden zu schliessen, seine Minister und Räthe zu ernennen und andere Vorrechte der königlichen Würde besitze, darüber waren alle Stimmen einig. Heute gab man ihm durch die Mehrheit der Stimmen so vielen Antheil an der der Nationalversammlung vorbehaltenen gesetzgebenden Gewalt, daß er durch seinen Widerspruch (veto) die Gültigkeit eines jeden neuen Gesetzes aufschieben konnte. In Ansehung der Nationalversammlung wurde an eben diesem Tag festgesetzt: 1) daß sie fortdauernd seye, 2) nicht zwey Häuser oder Kammern, wie das englische Parlement, sondern nur eins ausmachen soll, 3) daß alle zwey Jahre neue Deputirte zu derselben gewählt werden sollten. Und so waren die schwersten Schritte zur neuen gesetzmäßigen Ordnung des Staats geschehen.


Ludwig XVI. in der National-Versammlung.Bearbeiten

Der vierte Februar 1790.

Der König hielt eine höchst rührende Rede von dem kläglichen Zustand des Reichs und den traurigen Aussichten in die Zukunft, woferne die gesetzmäßige Ordnung nicht bald wieder hergestellte und für die dringendsten Bedürfnisse des Staats durch Herstellung ordentlicher Einnahmen gesorgt werden würde. Er bestättigte zugleich die neue Constitution, erklärte, für sie zu leben und zu sterben und seinen Sohn in den Grundsätzen derselben als Bürger von Frankreich zu erziehen; endlich versicherte er auch, daß die Königin mit ihm gleiche Ersinnungen hege. Die Folge hievon war, daß die weisern von der Volksparthey sich mit den bessern Aristokraten verbanden, um die Absicht, dem König mehr Nachdruck in der ausübenden Gewalt zu verschaffen, wirksamere Mittel zur Befestigung des tadellosen Theils der Constitution anzuwenden, und die Verbesserung des mangelhaften derselben der Zeit zu überlassen. Alles jubelte über den Schritt, den der König gethan hatte; die Nationalversammlung, die Gemeinheiten, die Nationalgarden und das ganze Volk schwuren auf einem öffentlichen Platz einen freywilligen Eid: der Constitution und dem König getreu zu bleiben. Man hätte Wunder denken sollen, wie einig und zufrieden nun alles sey; aber man müßte den flüchtigen und unstäten Charakter der Franzosen nicht kennen, wenn man in irgend etwas eine Beständigkeit von ihnen erwarten wollte. Dies hat sich durch ihre ganze Staatsrevolution vom Anfang bis zum Ende derselben sattsam erwiesen. *)

*) Doch! Im Morden und im Mißhandeln der Deutschen -- wovon das unglückliche Hamburg unter dem Tyrannen Davoust so schreckliche Erfahrungen gemacht hat, -- waren sie -- leider -- nur zu beständig!


Briefe aus Frankreich.Bearbeiten

Helene Maria Williams.

Ich bin in der Nazionalversammlung gewesen. Ich und meine Schwester wurden ohne Eintritsbillet von dem Herrn, der die Wache kommandirte, eingelassen, zu einer Zeit, da selbst die Deputirten der Provinzen Billets haben mußten, noch vorher eh' die Thüren den Zuschauern geöfnet wurden und erhielten die besten Sizze. Wir hatten mit dem Herrn keine Bekanntschaft und konnten in keiner andern Rüksicht Anspruch auf seine Höflichkeit machen, als daß wir Fremde und Ausländerinnen waren; allein dieses sind auch der französischen Urbanität die gültigsten Ansprüche.

Meine Schwester machte die Bemerkung, daß unsere Sizze grade der Tribune gegen über wären, worauf die Glieder ihre Vorträge halten, wornach man sich in Westminster Hall so sehr bemüht. Wohlgemerkt, erwiedert' ich, daß wir die Sizze hier ohne Bemühung erhielten. Ich glaube, wenn die Beredtsamkeit des Herrn Fox eine französische Dame nach England vor die Thüre von Westminster Hall lokken sollte, sie möchte so lange stehn, als Herrn Hastings Verhör dauerte, und niemand würd' ihr ohn' ein Billet den Eingang erlauben.

Die Halle der Nazionalversammlung ist lang und schmal; an beiden Enden ist eine Gallerie für das gemeine Volk; die Sizze sind numerirt; die Numern werden sehr zeitig an der Thüre ausgetheilt; jeder nimmt von seiner Numer Besiz und somit wird alle Unordnung vermieden.

Die Gallerien an den Seiten sind in Logen abgetheilt, die sie Tribunen nennen. Sie gehören den vornehmsten Mitgliedern der Nazionalversammlung und werden durch Eintritsbillets besezt. Rund umher sind Sizze, einer über den andern, welche die Mitglieder einnehmen, und dem Stuhle des Präsidenten in dem einen Ende, ist die Tribune, welche die Redner besteigen, in dem andern grad gegen über.

Die Hauptangelegenheit in dieser Versammlung ist: wer zuerst sprechen soll; alle sind mehr geneigt zu reden als zu hören, und sehr oft schellt der Präsident vergebens mit einer Glokke oder winkt mit aller französischer Heftigkeit mit beiden Armen um Stillschweigen zu gewinnen, indem sechs Gerichtsdiener zugleich umher gehen und Ordnung herzustellen zu suchen, ohne daß sie mehr als der Präsident selbst bewirken können. Indessen wenn man überlegt wie wichtig die Gegenstände der Berathschlagung in den Sizzungen der Versammlung sind, so wird man sich nicht über das Tumultuarische wundern. Es betrift hier nicht Leben und Glük eines Individuums, sondern die Existenz eines ganzen Landes; und wie geringfügig ist die Heftigkeit der Debatten, wenn die Dekrete weise und wohlthätig sind und die neue Konstitution, wie die ordnungsvolle schöne Natur aus dem Chaos, hervorgeht! Ich habe verschiedne Mitglieder sprechen gehört; allein ich bin zu wenig fähig über Redevortrag zu urtheilen, daß ich blos sagen kann, daß ich ganz vollkommen Genüge fand, ohne zu behaupten, daß ich gehörige Ursache hatte.

Dies, sagt' ich oft mit Entzükken zu mir selbst, dies die Nazionalversammlung von Frankreich! Diese Männer vor meinen Augen, die die Aufmerksamkeit -- die Bewundrung Europens auf sich ziehen; auf deren Beschlüsse Erfolg die benachbarten Völkerschaften ungeduldig harren; deren Ruhm schon jezt in alle zivilisirten Länder des Erdbodens gedrungen ist! die Männer, die Muth hatten eine alte Konstitution umzuwerfen und Weisheit besassen eine neue in einem Grade von Vollkommenheit zu errichten, die bisher für eine Chimäre und für bloßen Inhalt eines Buchs eines philosophischen Schwärmers gehalten wurde! Meine Seele erhebt sich mit dem Gefühl eines erhöhten Vergnügens in die Zukunft, sah im voraus den Ruhm dieser Gesezgeber wachsen und gelangte an die Periode, da alle Völker Europens Frankreichs Freiheitssystem angenommen und da die krumgebükte Politik der jezzigen Zeit von dem Regiment der Vernunft, der Tugend und der Wissenschaften verdrängt worden war.

PortretAPJMBarnava240

A. P. J. M. Barnave.

Man machte uns die vorzüglichsten und erhabensten Mitglieder bekannt. Herr Barnave aus Dauphinè ist erst sechs und zwanzig Jahr und das jüngste Mitglied der Versammlung; man hält ihn für den ersten Redner und er ist das Haupt der Volkspartei. Ich glaube, Herr Barnave verdankt seinen Ruhm nicht blos seinen Talenten, ob sie schon sehr auszeichnend sind, sondern seine Tugenden haben einen eben so großen Antheil an dem allgemeinen Beifalle seiner Landsleute. Er ist eben so fest in seinen Grundsäzzen als beredt in seinen Vorträgen. Mit einer festen unerschütterlichen Standhaftigkeit hat er die Sache des Volks vertheidigt; jede Motion, die er in der Versammlung gemacht hat, ist zum Gesez worden, weil der wohlthätige Einfluß derselben ganz klar in die Augen leuchtete; und er war der Urheber des merkwürdigen Dekrets, welches von der königlichen Gewalt die Macht trennte: Krieg zu beschließen ohne Einwilligung der Nazion. Das Volk betet ihn an, und zwei- oder dreimahl hat es ihm die Pferde aus dem Wagen gespannt und ihn im Triumph durch die Straßen in Paris geführt.

PortretHGMirabeau240

H. G. de Mirabeau.

Herr Mirabeau der ältere gehört auch zu dem ersten Range; besizt aber nicht in dem Grade die Volksgunst. Er ist demohnerachtet mein Mann, ob ich gleich nicht die Wärme des Herzens für ihn fühle, die mich an geistige Vollkommenheit hinreißt. Er verdient in der Rüksicht besonders meine ganze Achtung, daß er ein deklarirter Freund der armen Negersklaven ist. Er trug die Abschaffung des Sklavenhandels in der Versammlung vor und ob sie schon die Sache hinaussezte, weil wichtige, unmittelbar das Land betreffende Angelegenheiten in Ueberlegung genommen werden mußten, so werden dennoch, wenn unsre Parlamentsherren in der Angelegenheit so schläfrig zu Werke zu gehen fortfahren, wie bisher, die Franzosen den Ruhm haben uns durch ihr Beispiel zu beschämen.

.


SceneNationalAssemblyParis940


Quellen und Literatur.Bearbeiten

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
  • Neues historisches Handbuch auf alle Tage im Jahr mit besonderer Rücksicht auf die Ereignisse der neuesten Zeiten von Wagenseil Königl. baier. Kreißrath. Augsburg und Leipzig in der Jenisch und Stageschen Buchhandlung.
  • Neues historisches Handbuch auf alle Tage im Jahr mit besonderer Rücksicht auf die Ereignisse der neuesten Zeiten von Wagenseil Königl. baier. Kreißrath. Augsburg und Leipzig in der Jenisch und Stageschen Buchhandlung.
  • Helene Maria Williams Briefe aus Frankreich an eine Freundin in England, im Sommer 1790. Leipzig, bei August Lebrecht Reinike. 1792.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.