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Herzogenbusch (Bois-le-Duc), auch schlechtweg im Busch genannt, eine befestigte Stadt im Königreich der Niederlande, mit 3200 Häuser und 13300 Einwohnern, am Zusammenfluß der Dommel und Aa, welche durch ihre Vereinigung die Diest bilden, 5" 9' Länge von Greenwich, 51" 40' nördlicher Breite.

Herzog Gottfried von Brabant ließ im J. 1184 hier einen Theil des Waldes ausrotten, und legte den Grund zu diesem nachmals in starken Mauern und sieben sich gegenseitig flankirenden Bastionen, vorzüglich aber darin, daß die ganze Umgebung nach Willkühr unter Wasser gesetzt werden kann. Zu seiner sonstigen Vertheidigung dienen die Forts Creve-Coeur, Isabella und St. Anton nebst der im 18ten Jahrhundert erbauten Citadelle Papen-Briel.

Die Stadt hat vier Thore und drei Eingänge zu Wasser. Die Cathedralkirche ist eine der schönsten in die Niederlanden. Herzogenbusch, welches in den Religionskriegen des 16ten Jahrhunderts viel gelitten, kam erst 1620 an Holland. Den 14. Sept. 1794 siegten die Franzosen über ein englisches Truppencorps. Den 9. Oct. desselben Jahres ging es an Pichegru über. Im Jan. 1814 nahm es der preußische General v. Bülow.


Festung.Bearbeiten

Hertogenbosch, eine starke Vestung in Brabant an der Dommel und der Md. der Aa, welche beide durch die Stadt fließen, und die Graben mit Wasser anfüllen. Die Citadelle Papenbril an der Nordseite, die Isabellen- und St. Antonius-Schanze an der Südseite. Die niedrige Umgegend ist mit Bächen und Graben sehr durchschnitten. Fabriken und Handel. Vier Land- eben so viel Wasser-Thore, 5 öffentliche Plätze, 3700 Häuser, 14'000 E.


Quellen und LiteraturBearbeiten

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
  • Lehrbuch der Militär-Geographie von Europa, eine Grundlage bei dem Unterricht in deutschen Kriegsschulen, von A. G. Hahnzog, Divisionsprediger und Lehrer an der Kriegsschule in Magdeburg. Magdeburg, bei Ferdinand Rubach 1820.